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Monatliche Information zu den Kapitalmärkten für den Handelsmonat September 2025
Im September zeigte sich an den globalen Finanzmärkten ein insgesamt positiver Grundton. Die US-Leitzinssenkung sowie eine freundliche Stimmung im US-High-Tech-Sektor waren die wesentlichen positiven Einflussfaktoren. Der Optimismus in der KI-Branche ist zurückgekehrt. An den US-Aktienbörsen wurden neue Rekordmarken erreicht. Die Rentenmärkte zeigten sich leicht freundlich, wenngleich US-Staatsanleihen ihre zwischenzeitlichen Kursgewinne bis Monatsschluss nicht ganz halten konnten.
US-Fed nimmt Zinssenkungsprozess wieder auf
Mit der im September beschlossenen Zinssenkung um 25 Basispunkte hat die US-Notenbank Fed den Ende 2024 unterbrochenen Prozess, ihren Leitzins auf ein neutrales Niveau zurückzuführen, wieder aufgenommen. Das Zielband für die Fed Funds Rate liegt damit nunmehr bei 4,0 bis 4,25 Prozent. Die Fed verfügt über ein duales Mandat, ist also Inflation und Beschäftigung gleichermaßen verpflichtet. Derzeit stuft diese wohl die Stützung des Arbeits-markts höher ein als die weitere Absenkung der Teuerung. Zwar liegt die Inflation über dem Notenbankziel, aber die Dynamik ist überschaubar. Gleichzeitig nehmen die Sorgen der Währungshüter vor einer deutlichen Abschwächung der Beschäftigung zu. Hinweise auf ein Abrutschen des Arbeitsmarkts sehen wir jedoch weiterhin nicht.
Das FOMC-Statement zum Zinsentscheid enthält wenige, aber wichtige Änderungen. Die Einschätzung zur Dynamik der Wirtschaftsaktivität blieb unverändert: Diese habe sich im ersten Halbjahr abgeschwächt. Etwas weniger konstruktiv als zuvor zeigt sich nun die Einschätzung zum US-Arbeitsmarkt: Das Beschäftigungswachstum habe sich verlangsamt und die Arbeitslosenquote sei leicht angestiegen; diese sei aber nach wie vor niedrig. Bei der Inflation diagnostiziert das FOMC nicht nur wie bislang auch, dass diese etwas erhöht sei. Sie sei zudem zuletzt auch noch angestiegen. Mit Blick auf die Balance zwischen Inflations- und Beschäftigungsrisiken stellt das FOMC fest, dass die Abwärtsrisiken auf der Beschäftigungsseite angestiegen seien. Diese Verschiebung bei der Risikobalance war laut Statement – und das bestätigte dann auch der Fed-Vorsitzende Powell auf der Pressekonferenz – der Grund für die Leitzinssenkung um 25 Basispunkte.
Bislang waren wir davon ausgegangen, dass die Fed den Leitzins im Dezember um weitere 25 Basispunkte auf ein Niveau von 3,75 bis 4,0 Prozent senken wird. Auf Basis des jüngsten Zinsentscheids passen wir unsere Einschätzung leicht an und gehen nunmehr davon aus, dass der zweite Schritt bereits auf der nächsten Sitzung Ende Oktober erfolgen wird. Mit darüberhinausgehenden Schritten rechnen wir in unserem Basisszenario weiterhin nicht.
EZB: Zinssenkungszyklus dürfte sein Ende erreicht haben
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer September-Sitzung erneut den Leitzins unverändert belassen. Der Einlagesatz liegt somit weiterhin bei 2,0 Prozent (Hauptrefinanzierungssatz bei 2,15 und Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,4 Prozent). Dieser zweite „hold“ in Folge war im Vorfeld ausreichend signalisiert worden und hat somit am Markt nicht überrascht. Die EZB signalisierte, dass der Zinssenkungszyklus sein Ende erreicht hat, sofern sich die Makrovariablen künftig nicht entgegen den EZB-Annahmen verschlechtern.
Das Statement der Zentralbank fiel inhaltlich nahezu unverändert aus. Die EZB diagnostiziert, dass man sich nahe dem Inflationsziel befinde und sich der Inflationsausblick gegenüber der letzten Sitzung quasi nicht verändert habe. Auf der Pressekonferenz sagte EZB-Präsidentin Lagarde, der Disinflationsprozess der letzten Quartale sei beendet. Die Resilienz der Konjunktur wurde zwar im Statement nicht mehr erwähnt. In der Pressekonferenz wurde aber klar, dass die EZB ein positives unterliegendes Momentum der Konjunktur sieht (welches in diesem Jahr noch von Sondereffekten gedämpft wird).
Wir gehen daher unverändert davon aus, dass das Zinstief erreicht ist und die EZB in diesem Zyklus den Leitzins nicht weiter senken wird. Die Kommunikation der EZB zeigt eine zunehmende Zufriedenheit mit der Entwicklung der Daten und lässt keine Handlungsnotwendigkeit erkennen. Die stärker ausbalancierteren Wachstumsrisiken, die abnehmende Unsicherheit und ein Herunterspielen der leichten Abwärtsrevision der Inflationsprojektion 2027 sprechen für uns dafür, dass die Hürden für weitere Zinssenkungen hoch liegen. Am Markt wurden die Erwartungen an eine weitere Zinssenkung im Zug der Sitzung etwas ausgepreist. Der nächste Zinsschritt dürfte eine Anhebung sein, allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte 2026. Ermöglich werden dürfte dies durch eine Inflationsrate auf EZB-Ziel in Kombination mit einem positiven Inflationsausblick und einer zunehmenden Wachstumsbelebung aufgrund steigender Investitionen.
Optimismus in der KI-Branche
In der KI-Branche ist der Optimismus zurück. Trotz zahlreicher Risikofaktoren kletterten die US-Aktienmärkte von einer Rekordmarke zur nächsten. Das liegt zum einen am (wieder)erstarkten KI-Bereich. Tech-Größen wie Meta, Oracle oder Microsoft überzeugten nach der durch DeepSeek kurzzeitig ins Stocken geratenen Rally zuletzt nicht nur mit guten Geschäftszahlen, sondern vor allem mit vollen Auftragsbüchern und Kooperationen, die den Unternehmen auch langfristig Geld in die Kasse spülen. Unterstützt wird der Gesamtmarkt zum anderen von der Hoffnung auf weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Im September tendierten die Aktienmärkte weitestgehend freundlich. Vor allem in den USA waren erfreuliche Zugewinne zu beobachten. Indizes wie der Dow Jones Industrial Average (plus 1,9 Prozent), S&P 500 (plus 3,5 Prozent) sowie der Nasdaq Composite (plus 5,6 Prozent) erzielten im Berichtsmonat zwischenzeitlich neue Rekordstände. Neben der KI-Thematik beflügelten die US-Zinssenkungserwartungen und auch ein besser als erwartet ausgefallener ISM-Index für den Dienstleistungssektor den Aktienmarkt. Der Großteil der Kursgewinne ging allerdings - wie schon so oft - auf einige wenige hochkapitalisierte High Tech-Titel zurück. Vor allem die Konzerne aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI) glänzten mit guten Daten – allen voran das US-Unternehmen Oracle. Dieses wies Verträge in Rekordhöhe im KI-Bereich und einen immens hohen Auftragsbestand aus. Die Aktie stieg nach Bekanntgabe der Zahlen zeitweise um über 40 Prozent an, gab dann aber bis Monatsende einen Teil dieser Kursgewinne wieder ab. Dennoch verblieb im September ein Kurszuwachs von knapp 17 Prozent.
Auch die europäischen Börsen legten im September erneut leicht zu. Der marktbreite STOXX Europe 600-Index legte um 1,5 Prozent zu, der EURO STOXX 50-Index stieg sogar um 3,3 Prozent an. Der DAX 40 hingegen ging nahezu unverändert aus dem Handelsmonat. Die Gewinnaussichten bleiben in Europa aber gedämpft, denn die US-Zölle und die US-Dollarschwäche belasten ebenso wie die Sorgen um die Lage in Frankreich.
Automobilsektor vor Herausforderungen
Branchenseitig tendierte im IAA-Monat September die Automobilbranche – wie auch die Sektoren Chemie, Nahrungsmitteln, Reisen sowie die Telekommunikation - schwächer. Angesichts der Herausforderungen, mit denen die Autobranche konfrontiert ist, stehen wir dem gesamten Sektor vorsichtig gegenüber. Den Autobauern steht eine schwierige Berichtssaison zum 3. Quartal bevor. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Neben dem strukturellen Wegbrechen des chinesischen Markts verlieren die meisten Hersteller auch Marktanteile in Europa sowie dem Rest der Welt. Daraus resultiert starker Preisdruck. Hinzu kommen Belastungen durch die CO2-Reduktionsziele der EU. Rückläufige Profitabilität geht mit einem gleichzeitigen Verfall der Margen einher. Zudem müssen bestehende Überkapazitäten bereinigt werden. Ab dem ersten Quartal 2026 sollten sich die Perspektiven aber wieder etwas aufhellen. Die Einführung neuer Modelle, mehr Planungssicherheit bei den US-Zöllen und ein nachlassender Preiskampf in China sorgen derzeit für etwas mehr Zuversicht.
Nikkei 225-Index mit Rekordmarke
In Japan erreichte der Nikkei 225-Idex in der zweiten Monatshälfte knapp die Marke von 46.000 Punkten und erzielte damit ebenfalls einen neuen Rekordstand. Per saldo verblieb nach den in der Folge einsetzenden Gewinnmitnahmen im Berichtsmonat ein Zugewinn von 5,2 Prozent. Auch dort wurde die Rallye von japanischen Technologieaktien angeführt, die von Oracles optimistischem Ausblick profitierten.
USA: Zinssenkung und Haushaltssorgen
US-Staatsanleihen verbuchten zunächst Kursgewinne. Konjunktursorgen und damit verbundene Zinssenkungserwartungen ließen die Renditen sinken. Schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt, der zweiten wichtigen Säule in der US-Geldpolitik, gaben den Währungshütern Handlungsspielraum. Zur Monatsmitte wurde dann die schon Ende August von Fed-Chef Powell angedeutete Zinssenkung um 25 Basispunkte auch umgesetzt. Bis dahin herrschte ein freundliches Bild am US-Rentenmarkt, über alle Laufzeiten hinweg gaben die Renditen nach.
In der zweiten Monatshälfte wendete sich jedoch das Blatt und ein Teil der bis dahin angefallenen Gewinne ging wieder verloren. Einerseits fielen einige US-Konjunkturdaten besser als erwartet aus. So beantragten etwa weniger Bürger Arbeitslosenhilfe, was auf einen immer noch soliden Arbeitsmarkt hindeutet. Darüber hinaus stiegen die Konsumausgaben unerwartet an. Dies ist besonders wichtig, da der private Konsum ein wesentlicher Treiber für die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung ist. In diesem Zusammenhang begannen die Renditen wieder zu steigen, während die Zinssenkungserwartungen wieder abnahmen. Zum Ende des Monats kam immer mehr Dynamik in diese Bewegung, vor allem als die Sorgen um die hohe US-Staatsverschuldung wieder in den Vordergrund traten. Die Regierung vermochte es zudem nicht, sich auf einen Haushalt für das ab 1. Oktober startende neue Fiskaljahr zu einigen, was dann auch zum aktuellen Regierungsstillstand führte.
Die US-Zinskurve tendierte im Laufzeitbereich von 5 bis 30 Jahren im Berichtsmonat etwas flacher. Die Zehnjahresrendite lag mit 4,15 Prozent um sieben Basispunkte tiefer als Ende August. Gemessen am J.P. Morgan Global Bond US-Index führte die Entwicklung am Markt für US-Schatzanweisungen zu einem Zugewinn in Höhe von 0,9 Prozent.
Euroraum: Politik und Haushaltslage bestimmten das Marktgeschehen
Europäische Staatsanleihen tendierten im September weitgehend seitwärts. Dies war insofern bemerkenswert, als das sich die positiven Vorgaben aus den USA kaum auswirkten und das Gros der Marktteilnehmer sich stärker auf die Entwicklungen im Euroraum selbst fokussierte. Zu Monatsbeginn stand vor allem der hohe Liquiditätsbedarf im Mittelpunkt. Der 2. September stach hier besonders hervor. Europäische Staaten nahmen an diesem Tag fast 50 Milliarden an neuen Schulden auf – ein Tagesrekord. Auch wenn die Nachfrage der Anleger weiter gut ist und sich die neuen Bonds platzieren ließen, mussten die Emittenten den Käufern dafür höhere Risikoprämien gewähren. Dies machte sich insbesondere bei langlaufenden Titeln bemerkbar.
Zu den fiskalischen Sorgen gesellten sich politische, wobei die einen die anderen bedingen. So kam es in Frankreich zum Sturz der Regierung, weil keine Einigkeit darüber bestand, wie das Haushaltsdefizit reduziert werden könnte. Ein ausgeglichener Haushalt bleibt ebenso nicht in Sicht wie nachhaltige Reformen. Dementsprechend stiegen die Risikoaufschläge von französischen Staatsanleihen weiter an. Zuletzt lagen diese mit einer Zehnjahresrendite von zwischenzeitlich rund 3,6 Prozent sogar oberhalb dessen, was Griechenland als einstiges Sorgenkind der Währungsgemeinschaft heute noch zahlen muss. Frankreich musste daher auch eine Herabstufung seiner Bonität durch die Ratingagentur Fitch hinnehmen. Portugal und Spanien erzielten hingegen eine Verbesserung ihrer Kreditwürdigkeit.
Transatlantikspread engt sich ein
Die Europäische Zentralbank hielt auf ihrer Sitzung am aktuellen Leitzinsniveau fest und machte zudem deutlich, dass vorerst nicht mit Zinsänderungen zu rechnen sei. Da die US-Notenbank hingegen den Zinssenkungszyklus wieder aufnahm und dies zu einer abnehmenden Zinsdifferenz zwischen den Währungsräumen führt, engte sich auch der sogenannte Transatlantikspread merklich ein. Lag der Zinsunterschied von zehnjährigen Papieren im Juni noch bei mehr als 190 Basispunkten, näherte er sich Mitte September bereits der Marke von 130 Basispunkten an. In Summe verzeichneten Euro-Staatsanleihen, gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index, im September einen leichten Zuwachs in Höhe von 0,5 Prozent. Die zehnjährige Bundrendite lag mit 2,71 Prozent nahezu unverändert gegenüber Ende August. Die deutsche Zinsstrukturkurve hat sich nur minimal bewegt.
Der Markt für Euro-Unternehmensanleihen mit Rating Investment Grade tendierte in diesem Umfeld auf Gesamtmarktebene mit 0,4 Prozent (ICE BofA Euro-Corp.-Index) leicht ins Plus. In einem von geringer Volatilität geprägten Handel engten sich die Risikoprämien dabei von 75 auf 69 Basispunkte ein. Am Primärmarkt nahm das Angebot an neuen Papieren nach der Sommerpause wieder zu. Die nach wie vor hohe Nachfrage der Anleger konnte das verstärkte Angebot problemlos absorbieren. Die Anleihen aus den Schwellenländern (Emerging Markets) verbuchten im Fahrwasser freundlicher US-Staatsanleihemärkte ein Plus von 1,8 Prozent (JPMorgan EMBI Global Diversified-Index).
Goldpreis im Höhenflug
Der Goldpreis brach nach einer längeren Seitwärtsbewegung Anfang September nach oben aus und eilte von einem Jahreshoch zum nächsten. Der Zuwachs des Edelmetalls im Berichtsmonat lag bei knapp zwölf Prozent. Auslöser war die erneute Regierungskrise in Frankreich – in Verbindung mit schwächeren US-Konjunkturdaten und der damit einhergehenden Erwartung niedrigerer US-Zinsen.
Der Euro tendierte zunächst bis zu Monatsmitte fester und stieg auf etwas mehr als 1,19 US-Dollar je Euro. Mit etwas mehr als 1,17 US-Dollar je Euro verblieb zum Monatsende aber nur noch ein leichter Zugewinn von einem knappen halben Prozent. Wir erwarten, dass der US-Dollar seinen strukturellen Abwertungspfad wieder aufnehmen wird. Dieser Prozess verläuft langsam, aber stetig. Wir gehen davon aus, dass die geopolitischen Veränderungen die Dominanz des US-Dollars weiter zurückdrängen und zu mehr internationaler Diversifikation führen werden. Besonders schwer wiegt, dass unter der US-Administration das Vertrauen in die dortigen Institutionen stark gelitten hat. Die negativen Effekte auf die US-Konjunktur und auf den Reserve-Status des US-Dollar zeichnen sich damit immer deutlicher ab.
Im Euroraum sollte aufgrund des schwachen Wachstums die Teuerung gegen Jahresende unter dem Notenbankziel von rund zwei Prozent liegen. Dennoch rechnen wir bis zur Jahresmitte 2026 mit keinen weiteren Zinsschritten der EZB. Die Fed dürfte hingegen mit Blick auf den schwachen US-Arbeitsmarkt und einem erwarteten Überrollen der Inflation im Oktober noch eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte beschließen, dann aber von weiteren Schritten absehen. In Summe sprechen daher sowohl der sich verkleinernde Zinsunterschied als auch die Kaufkraftparität in den kommenden Monaten für eine weitere Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro.
Die perspektivisch steigende US-Verschuldung dürfte die Chancen für steigende Kurse am langen Ende der US-Anleihemärkte in den kommenden Monaten begrenzen und Anleger veranlassen, höhere Risikoprämien für langlaufende US-Staatspapiere zu fordern. Diesem Trend werden sich Euro-Staatsanleihen nicht völlig entziehen können, gerade angesichts der auch hier steigenden Staatsverschuldung. Das kurze Ende bleibt hingegen durch das konstante Leitzinsniveau im Euroraum verankert. Hingegen dürften Euro-Unternehmensanleihen guter Bonität in einem Umfeld sehr solider fundamentaler Trends ihre Rolle als Ruhepol in einem Portfolio weiter ausspielen können.
Die Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten könnte zwar noch etwas tragen, dennoch sollten Anleger in den kommenden Monaten auf Sicht agieren. Mit weniger Chaos in der Zollthematik steigt für die Unternehmen die Planungssicherheit und das Risiko der Investitionszurückhaltung nimmt ab, was sich besonders im nächsten Jahr in weiterem Gewinnwachstum niederschlagen sollte. In Europa kommt der Effekt steigender Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur hinzu. In den USA sollte zudem nach dem zollbedingten US-Inflationshoch die Teuerung 2026 wieder etwas sinken. Damit dürfte sich das Gewinnwachstum dies- und jenseits des Atlantiks fortsetzen. Während in den USA das Thema Künstliche Intelligenz ein zentraler Markttreiber bleibt, sind europäische Aktien deutlich günstiger bewertet und könnten mehr Auftrieb erhalten, wenn Wachstumsbremsen im Euroraum bspw. durch den Ausbau der Verteidigungsindustrie und die Modernisierung der Infrastruktur gelockert werden.
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Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 2. Oktober 2025, soweit nicht anders angegeben.
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