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September
Monatliche Information zu den Kapitalmärkten für den Handelsmonat September 2024
Der September erwies sich marktseitig schon oft als ein eher schwieriger Monat für Anleger. Statistisch gesehen war hier im Durchschnitt der vergangenen Jahre eher mit Verlusten zu rechnen. Die zuletzt vorgelegten Konjunkturdaten fielen eher enttäuschend aus, sowohl in den USA als auch in Europa und in China. Damit waren die Vorgaben erneut denkbar schlecht und sprachen auch in diesem Jahr für schwächere Kurse. Dass es trotz dieser Vorgaben und den derzeit vorherrschenden geopolitischen Spannungen dennoch zu Rekordständen an den Aktienmärkten kam, war vor allem der zinspolitischen Unterstützung durch die Notenbanken und einem chinesischen Konjunkturpaket zu verdanken.
Notenbanken senken Leitzinsen
Nach der Anfang Juni erfolgten ersten Zinssenkung seit knapp fünf Jahren hat die Europäische Zentralbank (EZB) im September den Einlagensatz nunmehr ein zweites Mal um 25 Basispunkte auf 3,5 Prozent gesenkt. Weil diese Zinssenkung zuletzt am Markt vollständig eingepreist war und die EZB darüber hinaus wenig neue Impulse lieferte, fiel die Reaktion an den Finanzmärkten gering aus.
Mit ungleich größerer Spannung wurde hingegen eine Woche später die Sitzung der US-Notenbank erwartet. Dass die amerikanische Zentralbank erstmals seit dem im Juli 2023 erreichten Zinsgipfel den Leitzins senken würde, war allseits erwartet. Ungewissheit herrschte bis dato allerdings über die Höhe des Zinsschritts: 25 oder 50 Basispunkte? Bei einem kleineren Zinsschritt würde die Notenbank Gefahr laufen, womöglich zu wenig zu senken. Der US-Arbeitsmarkt hat sich zwar zuletzt eingetrübt, brach aber noch nicht ein. Hierbei handelt es sich aber um einen eher nachlaufenden Indikator, während andere Kennzahlen der US-Wirtschaft schon eine etwas schlechtere Verfassung bescheinigten. Ein großer Zinsschritt hingegen zeugt zwar von Handlungsbereitschaft, kann aber auch schnell zu der Interpretation führen, dass die Währungshüter der US-Wirtschaft eine gewisse Schwäche attestieren. Letztlich entscheid sich die Fed zu einer Zinssenkung um 50 Basispunkte und zeichnete zugleich ein sehr konstruktives Bild von der US-Wirtschaft. Diese sei der Fed zufolge in guter Verfassung und die Situation am Arbeitsmarkt sei solide. Da kann man sich natürlich fragen, warum die Fed dann direkt um 50 Basispunkte gesenkt hat. Powells Antwort hierzu sinngemäß: „Wir wollen, dass das so bleibt“. Gleich mehrfach sprach Powell von der Rekalibrierung des Leitzinses in Richtung eines mehr neutralen Niveaus. Der Zinssatz sei in der Spitze zu restriktiv gewesen und man verstehe den jüngsten Schritt als einen von mehreren, die noch folgen werden. Dabei machte er aber auch deutlich, dass man nicht aus dieser Zinssenkung ableiten sollte, dass 50er-Schritte das neue Tempo der Fed seien.
Weitere Leitzinssenkungen gab es auch in anderen Ländern zu beobachten, etwa in Schweden und der Schweiz. Doch nicht nur Zinssenkungen beschäftigen die Marktteilnehmer, denn auch konjunkturelle Stützungsmaßnahmen wurden wohlwollend aufgenommen.
Chinesisches Konjunkturpaket beflügelt
„Etwa fünf Prozent Wirtschaftswachstum“ – so lautet das Ziel der chinesischen Regierung für das laufende Jahr. Doch angesichts anhaltend trüber Konjunkturdaten waren in den letzten Wochen die Zweifel gewachsen, ob dieses Ziel erreicht werden wird. Bislang steuerten Notenbank und Regierung nur verhalten dagegen. Ende des Monats beschloss zunächst die chinesische Notenbank eine starke Lockerung der Geldpolitik. Wenig später wurden dann noch seitens der Regierung umfangreiche Stützungsmaßnahmen verabschiedet. In Summe sollen günstige Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft geschaffen, die Einkommen erhöht, die soziale Absicherung gestärkt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Ferner will man den Abwärtstrend am Immobilienmarkt stoppen. Hierzu soll der Bau neuer Projekte strikter kontrolliert und der Fortgang bestehender Bauprojekte verbessert werden. Letztlich soll auch die Geldpolitik noch kraftvoller implementiert werden, dabei stehen Kapitalzuschüsse an große Banken im Gespräch.
Während die geldpolitischen Maßnahmen einen Boden in die konjunkturelle Schwächephase einziehen, haben die fiskalpolitischen Programme das Potenzial, eine konjunkturelle Trendumkehr nach oben herbeizuführen. Zur Beurteilung der tatsächlichen konjunkturellen Triebkraft müssen aber die konkreten Details, insbesondere auf Seiten der Fiskalpolitik, abgewartet werden – sowohl bezogen auf das Volumen als auch auf die Art der zusätzlichen Fiskalausgaben. Volkswirte hoben aber bereits ihre Wachstumsprognose für China an. Eines ist aber auch klar: Das Maßnahmenpaket der chinesischen Staatsführung wird die strukturellen Probleme nicht von heute auf morgen lösen. Die Krise am Immobilienmarkt wird auch in den kommenden Monaten anhalten, die chinesische Gesellschaft altert in hoher Geschwindigkeit und die mit dem Großmachtwettbewerb einhergehenden adversen Effekte werden sich perspektivisch eher noch verschärfen. Eine erste Marktreaktion fiel dennoch positiv aus und beflügelte nicht nur den chinesischen, sondern auch den deutschen Aktienmarkt. Schließlich ist China unser wichtigster Handelspartner.
Konjunkturdaten
Die Notwendigkeit für ein solches Konjunkturprogramm ließ sich auch an den jüngsten Konjunkturdaten aus China ablesen. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Einzelhandelsumsätze blieben hinter den Erwartungen zurück. Der Verkauf von Wohnimmobilien ist gegenüber dem Vorjahr noch immer deutlich zweistellig rückläufig und auch die vielbeachteten Einkaufsmanagerindizes deuten nicht auf eine Belebung hin. Der Regierung in Peking wurde daher klar, dass das geplante Wachstumsziel wohl nicht zu erreichen ist, wenn jetzt nicht gegengesteuert wird.
Deutlich besser ist es um die Wirtschaftskraft in den USA bestellt. Im September lagen die veröffentlichten Konjunkturdaten mehrheitlich über den Erwartungen der Marktteilnehmer. So verzeichneten die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter den stärksten Anstieg seit acht Monaten und lassen auf eine Belebung im verarbeitenden Gewerbe hoffen. Der klare Fokus der Marktteilnehmer liegt aber auf dem US-Arbeitsmarkt. Sofern dieser in einer guten Verfassung bleibt, werden auch die Verbraucher weiter ausgabefreudig bleiben und das Wachstum hochhalten. Zuletzt trübte sich das Konsumentenvertrauen aber ein wenig ein, weil sich die Befragten zunehmend pessimistisch hinsichtlich der Entwicklung am Arbeitsmarkt zeigen.
In Europa fielen die Daten zwar je nach Land recht unterschiedlich aus, aber gerade bei den beiden Schwergewichten Deutschland und Frankreich sieht es weiter düster aus. Hatten die Olympischen Sommerspiele noch für einen Sondereffekt gesorgt, schwenkten die Daten aus Paris nun auch wieder auf den Weg nach Süden ein. Problembehaftet bleibt aber die deutsche Konjunktur. Die Einkaufsmanagerindex war zum vierten Mal in Folge rückläufig und befindet sich mit 47,2 Punkten nun deutlich unterhalb der Wachstumsschwelle. Schwierig sieht es vor allem im Verarbeitenden Gewerbe aus. Die Industrieproduktion schrumpfte zuletzt im Jahresvergleich um 5,3 Prozent und liegt nun sogar unterhalb des Tiefpunkts während der Corona-Krise.
Inflationsdruck im Euroraum gibt weiter nach
Etwas ermutigender zeigten sich hingegen die zum Monatsende für September veröffentlichten Inflationsdaten. In Deutschland lässt der Preisdruck gemäß Statistischem Bundesamt mit plus 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich nach. Damit lag die deutsche Teuerungsrate im vergangenen Monat deutlich unter dem EZB-Ziel bei zwei Prozent. Auf Basis des für EZB relevanten europäisch harmonisierten Verbraucherpreisindexes (HVPI) lag die Teuerung mit 1,8 Prozent etwas höher, aber ebenfalls noch unterhalb der EZB-Zielmarke. Allerdings zeigte sich die um Energie- und Lebensmittelpreise bereinigte Kernrate mit 2,7 Prozent im September immer noch recht hoch.
Was sich für den Verbraucher positiv darstellt, hat aus gesamtwirtschaftlicher Sicht aber einen eher unerfreulichen Hintergrund. Denn das fehlende Wirtschaftswachstum und die Zurückhaltung der Verbraucher gestatten es den Unternehmen nicht, Preiserhöhungen weiterzugeben. Damit einhergehende drohende Umsatzeinbußen würden die wirtschaftlich angespannte Lage noch verschärfen.
Senkt die EZB bereits im Oktober ein weiteres Mal?
Bei der Preisentwicklung im gesamten Euroraum ergab sich ein ähnliches Bild. Mit einer Teuerung in Höhe von 1,8 Prozent wurden die Erwartungen der Analysten nahezu exakt getroffen. Bei der EZB hat angesichts des Unterschreitens ihres Zielwertes die Zinssenkungsdiskussion an Fahrt aufgenommen. Eine früher als bislang erwartete weitere Zinssenkung steht nach den jüngsten Statements einiger EZB-Ratsmitglieder im Raum. Wir halten eine weiteren Zinsschritt um 25 Basispunkte bereits im Oktober für sehr wahrscheinlich.
Auch in den USA nahm die Inflationsdynamik weiter ab. Der PCE-Preisindex legte den Monat August betrachtend auf Jahressicht um 2,2 Prozent zu, dies war der niedrigste Anstieg seit Februar 2021. Die Kernrate lag bei 2,7 Prozent. Wir gehen davon aus, dass sich die US-Notenbank Fed hinsichtlich ihrer kommenden Zinsentscheidungen in erster Linie auf den Arbeitsmarkt und weniger auf die Inflationsentwicklung stützen wird.
Schaut mal auf den DAX in Gänze, dann scheint die konjunkturelle Schwäche kaum Spuren zu hinterlassen. Die Aussicht auf weitere mögliche Leitzinssenkungen beflügelt ebenso wie die Hoffnung, dass ein chinesisches Konjunkturpaket die Exporte ins Reich der Mitte wieder ankurbeln könnte. Doch unter der Oberfläche brodelt es in einigen Branchen gewaltig – allen voran in der Automobilindustrie. Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen und auch der Zulieferer Continental mussten allesamt gegen den Trend Verluste hinnehmen und eine Gewinnwarnung aussprechen.
Anfang September tendierten die Aktienbörsen zunächst schwächer. Neben dem gemischt ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht schien sich das typische saisonale Muster des Septembers als traditionell eher schwacher Börsenmonat zu bewahrheiten. Innerhalb der einzelnen Branchen setzte sich der Favoritenwechsel aus dem Vormonat fort. Aktien, die mit dem Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) in Verbindung stehen, entwickelten sich weiter volatil. Auf der Stimmung lastete, dass die Quartalsergebnisse des führenden Chipherstellers Nvidia mit Enttäuschung aufgenommen wurden, obwohl die Gewinne erneut über den Erwartungen lagen. Dem Markt missfiel der unklare Ausblick auf die weiteren KI-Investitionen sowie die künftigen Investitionsrenditen. Dies zog den gesamten Sektor nach unten.
Erholung ab der zweiten Handelswoche
In Erwartung weiterer Zinssenkungen durch die Notenbanken, die eventuell schneller als bislang gedacht erfolgen könnten, erholten sich die Märkte ab der zweiten Handelswoche bis zum Monatsende. Zinssensitive Aktien konnten im Gleichklang mit dem Rentenmarkt zulegen. Auf der Gewinnerseite standen neben Unternehmen, die einen engen Bezug zum Konsumenten haben, vor allen Aktien aus dem Grundstoffsektor. Zudem konnten sich auch Titel aus den Bereichen Versicherungen, Telekommunikation, Immobilien sowie Versorger gut entwickeln. In Europa geriet hingegen der Automobilsektor nach einer Reihe von Gewinnwarnungen in die Schlagzeilen und damit die Kursnotierungen unter Druck. Der im STOXX Europe 600-Index enthaltene Autosektor verlor im Berichtsmonat 6,4 Prozent.
DAX 40 klettert auf knapp 19.500 Punkte
Im Rahmen der Aufwärtsbewegung waren teils wieder neue Höchststände bei den Indizes zu beobachten. Der DAX 40 nahm die 20.000er-Marke ins Visier, stoppte gegen Ende September mit knapp 19.500 Punkten auf einem neuen Hoch. Damit verblieb auf Monatssicht ein Plus von 2,2 Prozent. In den USA konnten sowohl S&P 500-Index als auch Dow Jones Industrial Average um 2,0 bzw. 1,5 Prozent zulegen und dabei neue Allzeithochs erzielen. Negativ fiel hingegen der japanische Nikkei 225 aus der Reihe und verlor im September 1,9 Prozent. Der die Märkte global abdeckende MSCI World-Index erzielte im September ein Plus in Höhe von 1,4 Prozent.
Seit Mitte August haben die Kurse an den Staatsanleihemärkten in den USA und im Euroraum deutlich angezogen. In Erwartung umfangreicher Zinssenkungen war eine Versteilerung der Zinsstrukturkurve erfolgt. So ist die längste Inversionsphase am Markt für US-Staatsanleihen am 4. September zu einem – zumindest vorläufigen – Ende gekommen. Erstmals seit 26 Monaten warfen zehnjährige US-Treasuries wieder mehr Rendite ab als zweijährige US-Staatstitel. Bei den deutschen Staatspapieren hatte zunächst noch eine leichte Inversion Bestand, doch zum Monatsende war auch dies Geschichte. Welche Schlüsse lassen sich nun mit dem Ende der Inversion in der US-Kurve ziehen? Traditionell wird der Beginn einer inversen Kurve von vielen Marktakteuren als Rezessionsindikator betrachtet, obgleich der historische Vergleich die Prognosegüte dieses Phänomens in Frage stellt. Das Ende einer Inversion kann dagegen sehr wohl mit einer Rezession in Verbindung gebracht werden: Im Jahr 2020 (Corona-Pandemie), in der Finanzkrise (2007/08), nach dem Platzen der Dot-Com-Blase (2001) und im Abschwung 1990/91 wurde das Ende der Inversion vom baldigen Beginn einer Rezession begleitet. Unsere Volkswirte gehen aber nicht von einer Rezession in den USA aus, sondern von einem „Soft Landing“, also einer geringeren Wachstumsdynamik ohne Schrumpfung der Wirtschaftsleistung.
Renditen fallen über gesamte Zinskurve
Insgesamt sahen wir im September einen freundlichen Rentenmarkt. Im Bereich der Staatsanleihen verzeichneten sowohl die deutschen Bundespapiere als auch die US-Schatzanweisungen über die gesamte Zinskurve hinweg rückläufige Renditen. Dieser Rückgang war an beiden Märkten im kurzen Bereich größer als bei den längeren Laufzeiten, was zur zuvor beschriebene steileren Zinskurve und dem Ende der inversen Kurvenstruktur führte. Die richtungsweisen Zehnjahresrendite lag zuletzt beim Bund bei rund 2,1 Prozent (Ende August 2,3 Prozent). Gemessen am iBoxx Euro Sovereigns-Index erzielten Staatsanleihen aus dem Euroraum im September ein Plus in Höhe von 1,3 Prozent. Anleihen aus den Peripherieländern legten 1,7 Prozent zu und entwickelten sich damit im Berichtsmonat wesentlich freundlicher als Papiere aus den Kernländern, die nur 1,0 Prozent zulegen konnten.
Der US-Staatsanleihemarkt (JP Morgan Global Bond US-Index) ging mit einem Plus in Höhe von 1,2 Prozent aus dem Handelsmonat. Die dortige Zehnjahresrendite fiel von rund 3,9 auf 3,7 Prozent.
Das freundliche Marktumfeld spiegelte sich auch am Unternehmensanleihemarkt wider. Euro Unternehmensanleihen mit Rating Investment Grade profitieren ebenfalls von der Zinsbewegung, der ICE BofA Euro Corp. Bond-Index (ER00) legte um 1,2 Prozent zu. Parallel zum Geschehen an den Aktienmärkten tendierte auch bei den Unternehmensanleihen der Automobilsektor leichter.
Positiv zeigte sich zudem die Entwicklung bei den Staatsanleihen aus den Schwellenländern. Der breite Markt (JP Morgan EMBI Global Diversified) gewann im September bei deutlich rückläufigen Risikoaufschlägen 1,8 Prozent hinzu.
Die aktuelle Verschiebung des Wachstums-Inflations-Mix in Richtung Reflation sorgt nach wie vor für Rückenwind bei chancenorientierten Anlagen. Allerdings flachen die Wertzuwächse ab. Wir rechnen zwar mit einer Wachstumsabschwächung, erwarten aber keine Rezession. Zugleich dürfte die US-Inflation vorerst hartnäckig über dem Zentralbankziel verharren.
Im Spannungsfeld zwischen global flacherem Wachstumspfad und der eingeleiteten Zinswende nehmen wir in unserer Anlagestrategie zurzeit eine neutrale Gesamthaltung ein, die aber von einer konstruktiven Grundstimmung getragen wird. Mit Blick auf die einzelnen Anlageklassen sind wir am Rentenmarkt für Investment Grade-Unternehmensanleihen weiter zuversichtlich. Bei Staatsanleihen aus den USA und dem Euroraum sollte nach dem Renditerückgang der letzten Wochen eine Gegenbewegung einsetzen, da der Markt hier bereits zu viele Zinssenkungen eingepreist hat. Aktien stehen wir unverändert neutral gegenüber. Hier zeichnen sich für den restlichen Jahresverlauf aber wieder Anlagechancen ab. Die Kursrückgänge der letzten Monate haben für eine gesunde Bereinigung gesorgt, zudem ist hinsichtlich des künftigen Potenzials von KI-Anwendungen wieder etwas Zuversicht in die Technologie-Branche zurückgekehrt.
Die globale Wachstumsdynamik fällt mittlerweile etwas moderater aus, ist jedoch intakt. Dabei schließt sich die Schere zwischen der US-Wirtschaft, die weiter wächst, aber an Schwung verliert, und dem Euroraum, der schwache Erholungstendenzen zeigt, nun etwas. Japan leistet durch eine stärkere Konjunkturbelebung einen positiven Beitrag zum globalen Wachstum, während China weiterhin Schwierigkeiten hat. Dort soll das jüngst beschlossene Maßnahmenpaket aber für eine Wende sorgen.
Bezüglich der Konjunkturdaten steht zunächst am 4. Oktober mit dem US-Arbeitsmarktbericht ein wichtiger Indikator zur Veröffentlichung an.
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Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 4. Oktober 2024, soweit nicht anders angegeben.
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