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Die nachhaltigen Grundprinzipien von Union Investment
Montag, 11.11.2024
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Eine erfolgreiche Ökonomie braucht eine funktionierende Ökologie. Immerhin hängen schon heute 50 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistungen von einer intakten Natur ab, schätzt das World Economic Forum (WEF). Allein durch den Klimawandel ist bis zur zweiten Hälfte des Jahrhunderts – so das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung – mit globalen Wirtschaftsverlusten von bis zu 60 Prozent zu rechnen. So weitermachen wie bisher ist also nicht nur für die Natur und die Menschen, sondern auch für die Weltwirtschaft keine Option. Das sehen auch die Vereinten Nationen (UN) so, die in ihren Beschlüssen alle Staaten, Unternehmen und jeden einzelnen Menschen dazu anhalten, nachhaltig zu leben. Das heißt: so zu handeln, dass dabei der Erhalt wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen und soziale Verantwortung berücksichtigt werden. In diesem Sinne möchte auch Union Investment zu einer stabilen Wirtschaft, einer intakten Umwelt und zu einer gerechten Gesellschaft beitragen und so die Zukunft nachhaltig gestalten. Unser Nachhaltigkeitskodex ist eine Prinzipiensammlung für unser Denken und Handeln. Er gilt für alle und alles bei uns: für Vorstände, Belegschaft und Partner, für sämtliche Bereiche sowie Unternehmensprozesse.
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Die Vereinten Nationen haben sich in der Agenda 2030 – wie oben kurz erwähnt – darauf geeinigt, die globale Entwicklung ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben sich bereits auf den Weg gemacht, die vereinbarten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Fondsgesellschaften wie Union Investment kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Warum? Weil Fonds eine bedeutende Kapitalsammelstelle sind: Wir bringen Anleger mit Staaten oder Unternehmen zusammen, die Geld für Projekte brauchen. Somit wird mit unseren nachhaltigkeitsorientierten Fonds gezielt den Unternehmen Kapital zur Verfügung gestellt, die nachhaltige Ziele und wertorientierte Geschäftsmodelle verfolgen.
Für die Bewertung wie nachhaltig ein Unternehmen tatsächlich aufgestellt ist, gibt es verschiedene Bewertungsraster – wie beispielsweise die ESG-Kriterien . Die Abkürzung „ESG“ steht für Environmental, Social und Governance (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Mit gleicher Konsequenz, mit der wir für unsere Investmentfonds mit Nachhaltigkeitsstrategie Unternehmen in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit bewerten, haben wir auch unser eigenes Unternehmen unter die Lupe genommen. Wir haben Nachhaltigkeitsziele formuliert und Lösungswege erarbeitet wie beispielsweise unsere Klimastrategie, der Manage-to-green-Strategie im Immobiliengeschäft, die Nachhaltigkeitsanforderungen für Lieferanten, eine Leitlinie für verantwortliches Investieren oder unsere Leitlinie für Biodiversität. Und: unseren Nachhaltigkeitskodex . Hier geht es um unsere Grundprinzipien und Leitideen, die für uns Nachhaltigkeit bedeuten. Geschäftsführern und Belegschaft dient er zur Orientierung für verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Handeln. Und Geschäftspartnern und Kunden macht der Kodex unsere Nachhaltigkeitsziele transparent. Über den aktuellen Stand der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsbemühungen berichten wir jährlich in unserem Corporate-Social-Responsibility-Bericht.
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unseres Denkens und Handelns. Sie ergänzt die klassischen Anlagemotive Sicherheit, Rendite und Liquidität. Unser Ziel ist es, den politischen Auftrag zur nachhaltigen Transformation der Wirtschaft mit den Erwartungen unserer Anleger an Wertentwicklung zu vereinen. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigen die Kriterien Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) gleichermaßen.
Nachhaltiges Denken, Handeln und Investieren ist Union Investment quasi in die Wiege gelegt und somit fest in der Unternehmensphilosophie verankert: Die Genossenschaftsbanken, zu denen Union Investment gehört, wurden vor über 170 Jahren gegründet. Damit sollte dem damals finanzschwachen Mittelstand eine Lösung eröffnet werden, sich durch gegenseitige Hilfe Zugang zu Kapital zu verschaffen. Von den drei ESG-Kriterien waren die Aspekte „S“ (Soziales) und „G“ (Unternehmensführung) schon lange vor den Nachhaltigkeitsdiskussionen tief im Genossenschaftswesen verwurzelt.
Als Unternehmen sind wir direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen. Deshalb setzen wir uns aktiv für die Bekämpfung des Klimawandels und die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad bis 2050 ein. Dafür haben wir uns klare Ziele für unsere Investments und unser Unternehmen selbst gesetzt: Wir wollen die CO2-Emissionen unseres Betriebs bis 2030 (im Vergleich zu 2009) um 65 Prozent reduzieren. Bis 2045 soll unser Unternehmen komplett klimaneutral sein. Die Treibhausgasemissionen im verwalteten Wertpapiervermögen sollen bis 2050 netto null betragen. Wie wir das erreichen wollen, legt unsere Klimastrategie und die Leitlinie für verantwortliches Investieren dar.
Um natürliche Ressourcen, klimaschädliche Emissionen und auch Kosten zu sparen, wird zudem auf Betriebsebene der Energie- und Materialverbrauch reduziert. Unser Prinzip lautet: Vermeidung von CO2-Emissionen hat Vorrang vor Kompensation. Soll heißen: Wir sehen zu, dass CO2 erst gar nicht entsteht, statt Emissionen auszugleichen (Stichwort: Emissionszertifikate). So fördern wir intern beispielsweise die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel bei Dienstreisen und den Fahrten zum Arbeitsplatz. Dienstreisen werden zudem immer häufiger durch Videokonferenzen ersetzt und mobiles Arbeiten gehört zu unserem modernen Arbeitsplatzkonzept. Unsere Bemühungen lassen wir regelmäßig überprüfen, dokumentieren und bestätigen, unter anderem durch Umweltmanagementzertifikate.
Die mehr als 4.000 Menschen, die bei uns arbeiten sind das Fundament unseres Erfolgs. Die Personalpolitik von Union Investment setzt daher auf Stabilität und Langfristigkeit. Mit individuellen Unterstützungsleistungen und Entwicklungsangeboten wie Weiterbildung verbessern wir stetig das Wohlbefinden und die Qualifizierung unserer Belegschaft. Dies stellt sicher, dass in allen Unternehmensbereichen optimal qualifizierte und leistungsfähige Mitarbeitende in ausreichender Anzahl arbeiten. Union Investment schätzt eine diverse Belegschaft und ein wertschätzendes sowie vorurteilsfreies Arbeitsumfeld. Denn wir wissen: Durch Diversität kann Großes und Neues entstehen. Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ haben wir hier bereits 2013 ein Zeichen gesetzt. Auch die Gesundheit unserer Belegschaft liegt uns am Herzen. So werden beispielsweise kostenlose Vorsorgemaßnahmen zur Gesundheitserhaltung angeboten oder regelmäßig die Ergonomie der Arbeitsplätze geprüft. Darüber hinaus fördern wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zum Beispiel mit Angeboten zur Kinderbetreuung oder flexible Arbeitszeiten.
Die Achtung der international anerkannten Menschenrechte ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Unternehmenswerte. Daher hat sich Union Investment verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit unseren Lieferketten und Geschäftstätigkeiten zu erkennen und zu beseitigen. Unsere genossenschaftlichen Werte leben wir auch durch unser gesellschaftliches Engagement: Über die Union Investment Stiftung und karitative Spenden unterstützen wir vielfältige Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Umwelt.
Die Interessen unserer Kunden haben für uns oberste Priorität. Unser Ziel, einen Beitrag zum nachhaltigen Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft zu leisten, verbinden wir also stets mit dem Wunsch nach Rendite und Risikominimierung. Dabei berücksichtigen wir Nachhaltigkeitsrisiken in unserem Risikomanagement und arbeiten kontinuierlich daran, diese zu reduzieren.Union Investment hat sich zudem selbst verpflichtet, die führenden internationalen und deutschen Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten. Dazu gehören beispielsweise auch die Nachhaltigkeitsziele aus den Wohlverhaltensregeln des Bundesverbands Investment und Asset Management e. V. – eher bekannt unter der Abkürzung BVI –, die speziell für Investmentfondsanbieter gelten. Ebenfalls setzen wir alle regulatorischen Anforderungen, die zum Beispiel durch den EU-Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ entstehen, fristgerecht um und bieten unseren Anlegerinnen und Anlegern entsprechende nachhaltigkeitsorientierte Investmentfonds an.
Auch dass die für uns arbeitenden Menschen angemessen bezahlt werden, ist für uns selbstverständlich. Ebenso wichtig ist uns, dass weder Geschenke oder sonstige Zuwendungen angenommen oder vergeben werden. Entsprechend haben unsere Mitarbeiter die Regelungen in unserem Verhaltenskodex zur Vermeidung von Korruption oder Bestechung einzuhalten. Union Investment ist stets im Gespräch mit Kunden, Mitarbeitern, Handelspartnern, Gesetzgebern und Unternehmen. Als einer der größten Vermögensverwalter Deutschlands nutzen wir unsere Position in der Kommunikation und als Stimmberechtigte bei Aktionärsversammlungen, um die Akzeptanz nachhaltiger Prinzipien zu fördern. Zudem sind wir Mitglied in zahlreichen Verbänden und Initiativen, die sich mit Nachhaltigkeit befassen. Wir fördern – beispielsweise auf unseren Veranstaltungen – den Austausch unterschiedlicher Interessensgruppen, um die Teilnehmer für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Hier stellen wir vor allem die wirtschaftliche Bedeutung der Nachhaltigkeit in den Fokus. Bei all unserem Tun ist uns Offenheit sehr wichtig. Wir verpflichten uns zu Transparenz in unseren Investitionsentscheidungen und berichten regelmäßig über unsere Fortschritte und Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit. Dabei halten wir uns an die gesetzlich vorgeschriebenen Standards der Berichterstattung.
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6 Beiträge
Julius 12.11.2024
Es läuft eine ganze Menge schon richtig. Ich finde gut, dass das auch mal betont wird. Ich muss zugeben, dass ich so ein vorbildliches Verhalten von investunternehmen kaum erwartet habe.
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Chris 12.11.2024
Ich kann mich nur anschließen. Bravo! Sie suchen nicht zufällig noch Mitarbeiter?
Tom 12.11.2024
Interessanter Artikel über unternehmerische Verantwortung, die hoffentlich Schule macht!
Maria 12.11.2024
Chapeau!
**Vincent S.**13.11.2024
Vielleicht müssen die Unternehmen stärker die Leitplanken zum verantwortungsvollen ökonomischen Handeln vorgeben, wenn dies der Politik nicht (mehr) ausreichend gelingt?!
**N.**13.11.2024
Dass Ökologie und Ökonomie so stark verbandelt sind, wird viel zu selten thematisiert. Oft verliert sich das und andere wichtige Zusammenhänge in der Oberflächlichkeit des vielen Geschreibsel im Web. Sie machen das besser und nehmen dazu einen Bildungsauftrag wahr! Ich bin Fan von ihrem Blog.
awerwer
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