Source: https://www.union-investment.de/blog/fruehstartrente_anlegerbarometer
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Startseite Blog Reicht die staatliche Rente im Alter?
Bewusste private Altersvorsorge wird für junge Menschen immer wichtiger. Was die geplante Frühstart-Rente bringen kann und was Sie schon jetzt tun könnten.
Montag, 29.12.2025
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Die meisten jungen Menschen von 20 bis 29 Jahren sind skeptisch beim Thema Lebensstandard im Alter. Gemäß einer Studie1 von Union Investment sind mehr als drei Viertel davon überzeugt, dass ihre gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird, um den aktuellen Lebensstandard auch später zu halten. Ganz unbegründet ist diese Angst vor Altersarmut nicht, bringt die demografische Entwicklung doch das gesetzliche Rentensystem an seine Grenzen, wenn immer mehr Rentnern immer weniger Beitragszahler gegenüberstehen.
Doch junge Menschen gehen die Herausforderungen auch an und sorgen aktiv für ihre finanzielle Zukunft vor: Rund jeder Dritte1 unter den 20- bis 29-Jährigen hat bereits eine private Altersvorsorge abgeschlossen. Das zeigt: Viele von ihnen denken bereits langfristig und vorausschauend, denn Altersvorsorge ist heute eine existenzielle Aufgabe, der sich jeder möglichst früh stellen sollte.
Wer sich der Bedeutung einer soliden privaten Altersvorsorge bewusst ist, wird dies auch beim eigenen Nachwuchs berücksichtigen. Und bekommt dabei – voraussichtlich ab Januar 2027 – Hilfe vom Staat: Für die sogenannte Frühstart-Rente, ein zentrales Element aus dem Koalitionsvertrag, wird nun ein Gesetzentwurf erwartet, die Eckpunkte dazu liegen vor. Sie soll Eltern dabei unterstützen, frühzeitig die Altersvorsorge ihrer Kinder in die Hand zu nehmen. Ziel der Bundesregierung ist es, einen Grundstock für die spätere Rente aufzubauen und so langfristig Altersarmut vorzubeugen. Kinder und Jugendliche zwischen dem sechsten und 18. Lebensjahr sollen monatlich 10 Euro vom Staat erhalten, die in ein privates Altersvorsorgedepot eingezahlt werden.
Das von der Bundesregierung am 17. Dezember 2025 verabschiedete Eckpunktepapier sieht vor, dass die Frühstartrente jahrgangsweise eingeführt werden soll, 2027 beginnend mit dem Geburtsjahrgang 2020 rückwirkend für das Jahr 2026 und 2027 mit dem Geburtsjahrgang 2021. Danach soll jedes Jahr eine neue Gruppe von Sechsjährigen hinzukommen. Die angesparte Summe wird voraussichtlich durch private Einzahlungen bis zu einem jährlichen Höchstbetrag – der noch nicht feststeht – aufgestockt werden können. Die Auszahlung erfolgt nicht vor dem Renteneintritt, aber bis zur Rente bleiben die Kapitalerträge steuerfrei und erhöhen damit den Zinseszinseffekt der Wertentwicklung. Für aufgrund ihres Geburtsjahrgangs nicht förderberechtigte Kinder und Jugendliche soll ebenfalls ein Frühstartrenten-Depot eröffnet werden können, damit diese auch von der Kapitalertragssteuerfreiheit profitieren.
Für Eltern gilt es dann zunächst, die passende Sparform für die Frühstart-Rente ihres Kindes auszuwählen. Die repräsentative Studie1 bestätigt, dass viele jüngere Menschen glauben, Aktienfonds seien die beste Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen. Bei den Befragten im Alter von 20 bis 29 Jahren sind 39 Prozent dieser Meinung. Das ist mehr als doppelt so viel im Vergleich zu den älteren Befragten ab 40 Jahren, von denen nur 17 Prozent Aktienfonds für die Altersvorsorge bevorzugen.
Und tatsächlich haben sich mit dem langfristigen Sparen in Aktien oder Aktienfonds in der Vergangenheit gute Renditechancen ergeben. Doch Kurs- und Ertragsschwankungen sind immer kurzfristig möglich, Wer früh mit einer Altersvorsorge in Aktienanlagen begonnen hat, konnte auch vom Zinseszinseffekt profitieren, der über das angelegte Geld jahrzehntelang wirkt.
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Die Frühstart-Rente soll 2027 als neues Vorsorgemodell eingeführt werden. Damit plant der Staat, monatlich zehn Euro für jedes Kind zwischen sechs und 18 Jahren in ein privates Altersvorsorgedepot einzuzahlen – womit insgesamt 1.440 Euro pro Kind über zwölf Jahre hinweg angespart werden.
Doch welche Sparsummen sind allein schon mit der geplanten staatlichen Förderung möglich? In der Grafik sind beispielhaft die Ergebnisse von drei ausgewählten Szenarien zur Wertentwicklung dargestellt, die auf Basis finanzmathematisch anerkannter Methoden ermittelt wurden. Dabei wird auf den MSCI World Net Return Index Bezug genommen, der in Euro gerechnet wird und viele verschiedene Anlagen beinhaltet.2 Gezeigt werden also drei Ansparphasen mit monatlich zehn Euro Einzahlungen über zwölf Jahre (6. bis 18. Lebensjahr), anschließend 49 Jahre Wertentwicklung ohne weitere private Einzahlungen (bis zum Renteneintrittsalter von 67 Jahren). Durch die drei unterschiedlichen jährlichen Renditewerte – sowohl bei der Einzahlungsdauer von 12 Jahren, als auch bei der Anlagedauer von 49 Jahren – wird die Wirkung langfristigen Sparens auf dem Kapitalmarkt deutlich. Eine kürzere Laufzeit führt dazu, dass die Renditen stärker variieren können. Somit sind die Chancen auf sehr gute oder sehr schlechte Renditen bei kürzeren Laufzeiten höher.
Diese modellhaften Berechnungen veranschaulichen, wie wichtig ein früher Start sowie ein planvolles und regelmäßiges Sparen sein können. Selbst kleine Beträge entwickeln durch den Zinseszinseffekt eine enorme Kraft und können den Grundstein für eine sorglosere finanzielle Zukunft legen. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass es bei ungünstigen Marktbedingungen am Ende der Ansparzeit zu Vermögensverlusten kommen kann oder dass Sparziele nicht erreicht werden können.
Niemand kann in die Zukunft blicken, aber man kann finanziell vorbereitet sein. Eine Möglichkeit ist, regelmäßig Geld zu sparen und dieses in chancenreiche Anlageformen wie Aktienfonds zu investieren, auch wenn damit mehr Risiken einhergehen. Wer sich dafür interessiert, kann sich auf der Privatkundenseite von Union Investment zur Frühstart-Rente informieren und sich bei Ihrem Berater aus der genossenschaftlichen Bankengruppe zum Thema Fondssparen beraten lassen.
Bitte lesen Sie den Disclaimer.
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