Source: https://www.union-investment.de/blog/dividende_als_ertragsquelle
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In regelmäßigen Abständen schütten Aktiengesellschaften einen Teil ihrer Gewinne aus. Für Privatanleger eröffnet das zusätzliche Ertragsmöglichkeiten.
Freitag, 08.05.2026
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Jedes Jahr im Frühling ist Dividendensaison. Gespannt beobachten Investoren, ob die Konzerne – etwa im Dax oder Dow Jones gelistet – erneut gute Nachrichten in Bezug auf die Ausschüttungen verkünden. Denn weltweit gibt es zahlreiche Unternehmen, die auf diesem Wege Anlegerinnen und Anleger dafür belohnen, in ihre Aktien investiert zu haben. Die Unternehmen im Dax haben ihre Gewinnausschüttungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigern können und dürften 2026 mit rund 55,3 Milliarden Euro – trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen – einen neuen Höchststand erreichen.1
Die Dividendenrendite ist eine Kennzahl zur Bewertung von Aktien. Sie ergibt sich, wenn man die Höhe der Dividende je Aktie durch den aktuellen Aktienkurs teilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert. Wichtig: Eine besonders hohe Dividendenrendite heißt nicht, dass das Unternehmen gut gewirtschaftet hat.
Doch welche Unternehmen sind unter Dividendengesichtspunkten besonders interessant? Wer nicht nur auf die absolute Ausschüttungssumme schaut, sondern auch auf die Dividendenrendite, kann schnell erkennen, welche Aktientitel besonders attraktiv sind. Mit den Ausschüttungen verbinden sich viele Möglichkeiten, aber auch weitere Fragen, von denen wir einige der wichtigsten in diesem Beitrag beantworten möchten.
Dividenden sind eine Gewinnbeteiligung für Aktienbesitzer. Aber holen wir etwas weiter aus: Der Begriff „Dividende“ stammt von dem lateinischen Wort „dividere“ ab und bedeutet so viel wie „teilen“. Und Teilen ist bei Dividenden Programm: Einmal im Jahr teilen Aktiengesellschaften einen Gewinnanteil mit ihren Aktionärinnen und Aktionären. Wenn von Dividenden gesprochen wird, werden oft auch Begriffe wie Ausschüttung, Gewinnausschüttung oder Renditezahlung benutzt. Alle meinen dasselbe.2
Für Anleger bieten Dividenden gleich mehrere Vorteile: Zum einen sind sie – neben möglichen Wertsteigerungen – eine zusätzliche Einnahmequelle, die den Ertrag der Anleger erhöhen und die Gesamtrendite verbessern kann. Zum anderen kann eine Ausschüttung dazu beitragen, dass sich der Kurs einer Aktie stabilisiert und sogar steigert. Was dahintersteckt: Mit der Bekanntgabe einer Gewinnbeteiligung erhöht sich in der Regel das Interesse der Aktionäre. Und wenn die Nachfrage nach der Aktie steigt, wirkt sich das normalerweise positiv auf den Kurs aus. Aber auch die Unternehmen selbst können von ihrer Dividendenpolitik profitieren – das ist zumindest die weitverbreitete Meinung vieler Finanz- und Kapitalmarktexperten. Denn wer durch attraktive Ausschüttungen neue Aktionäre gewinnt, muss für Investitionen seltener auf teure Bankkredite zurückgreifen und kann so seine Fremdkapitalkosten senken. Zudem, so die Expertenmeinung, sende eine kontinuierliche Dividendenpolitik ein starkes Signal nach außen – sie sei Zeichen wirtschaftlicher Solidität des Unternehmens, stärke das Image und erhöhe das Vertrauen bei Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit. Effekte, die sich mittel- bis langfristig auch auf Marktposition und Aktienkurs auswirken können.3
Alle Aktionäre bekommen eine Dividende – und zwar auf jede einzelne Aktie. Unter zwei Voraussetzungen: Das Aktienunternehmen beschließt, eine Ausschüttung zu zahlen, und die entsprechenden Aktien (Cum-Aktie) liegen am sogenannten Ex-Dividendentag im Depot des Anlegers. Wenn ein Anleger am oder nach dem Ex-Dividendentag Aktien kauft, geht er leer aus und bekommt keine Dividende. Einen Tag nach der Hauptversammlung werden die Aktien bereits ex Dividende – das heißt ohne Dividende – gehandelt (Ex-Aktie).4
Die Höhe der Dividendenzahlung pro Aktie wird auf der Hauptversammlung von allen Aktionären beschlossen. Die Dividendenhöhe sollte zu den Bilanzen des Unternehmens passen. Darum macht der Vorstand einen Dividendenvorschlag, dem die Aktionäre in der Regel auch zustimmen. Ein Recht auf die Renditezahlung haben Anleger aber nicht. Ein Konzern kann jederzeit die Dividende kürzen oder aussetzen, wenn die Gewinne nicht wie erwartet ausfallen. Auch bei Aktiengesellschaften, die sich gerade in einer Wachstums- oder Transformationsphase befinden, fallen Dividendenzahlungen häufig aus. Der Gewinn wird stattdessen in das Unternehmen reinvestiert, was letztlich den Miteigentümern (Aktionären) wieder zugutekommt.5
Deutsche Unternehmen schütten ihre Dividende üblicherweise einmal im Jahr aus. Der genaue Zeitpunkt wird von den Aktiengesellschaften auf den Hauptversammlungen bekannt gegeben. Bereits am Tag nach der Hauptversammlung – dem sogenannten Ex-Dividendentag – wird die Dividende vom Börsenkurs abgezogen. Der Fachbegriff dafür lautet Dividendenabschlag. Die tatsächliche Auszahlung auf die Konten der Anleger erfolgt dann üblicherweise drei Geschäftstage nach der Hauptversammlung. Aber warum sinkt der Kurs nach der Dividendenzahlung? Wenn ein Teil des Gewinns ausgeschüttet wird, verliert das Unternehmen einen Teil seines Wertes – und das wirkt sich entsprechend auf den Aktienkurs aus. Der Dividendenabschlag macht diesen Wertverlust sichtbar: Die ausgeschüttete Summe wird rechnerisch vom Börsenkurs abgezogen.5
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Dividende auszuzahlen. Die Bardividende ist in Deutschland die gebräuchlichste Art: Aktionären wird die Dividende in Euro ausgezahlt. Bei der Aktiendividende (auch Stockdividende genannt) bekommen Aktionäre zusätzliche Aktien statt der Barausschüttung. Dann gibt es noch sogenannte Sachdividenden, die in Form von Rabatten oder Produkten ausgegeben werden. In seltenen Fällen schütten Unternehmen auch Sonderdividenden aus.5
Dividenden sind Kapitaleinkünfte und müssen entsprechend versteuert werden. Darum müssen sich die Anleger aber nicht selbst kümmern. Im Detail: Die Depotbank behält von der Dividendenzahlung die pauschale Abgeltungssteuer von 25 Prozent ein. Ebenso den Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent, der für Kapitalerträge weiterhin in voller Höhe gilt, und gegebenenfalls auch die Kirchensteuer – die variiert von Bundesland zu Bundesland und beträgt acht oder neun Prozent auf die Abgeltungssteuer. Dann werden die Steuern direkt an das Finanzamt überwiesen. Es werden aber nicht die gesamten Kapitaleinkünfte besteuert – Stichwort Sparerpauschbetrag: Für jeden Bundesbürger bleiben insgesamt 1.000 Euro pro Jahr, für Verheiratete, die gemeinsam ihre Steuern zahlen, 2.000 Euro – steuerfrei.6
Wer mit Dividenden seine Erträge erhöhen möchte, betritt anspruchsvolles Terrain. Denn eine erfolgreiche Dividendenanlage erfordert viel Fachwissen: Anleger müssen den Kapitalmarkt genauestens beobachten, Konzernmitteilungen detailliert verfolgen und alle Informationen professionell analysieren, um aussichtsreiche Unternehmen herauszufiltern.
Ein erster Orientierungspunkt können dabei die sogenannten „Dividendenaristokraten“ sein – Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 25 Jahren jährlich erhöht haben. Sie gelten häufig als verlässliche Bestandteile einer Dividendenstrategie. Allerdings sollte die Auswahl nicht ausschließlich auf diese Titel beschränkt werden: Wer darüber hinaus Aktientitel mit Wachstumspotenzial identifizieren möchte, sieht sich oft mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Auch erfahrene Anlegerinnen und Anleger können Schwierigkeiten haben, vielversprechende von weniger geeigneten Investments zu unterscheiden.
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Bei einem ausschüttenden Aktienfonds fließen die Dividendenzahlungen der im Fonds enthaltenen Unternehmen zunächst in den Fonds. Anschließend werden diese Ausschüttungen an die Anlegerinnen und Anleger ausgezahlt. Bei einem thesaurierenden (wiederanlegenden) Aktienfonds werden die Dividenden nicht ausgezahlt, sondern im Fonds verbleibend verwendet, um zusätzliche Aktien oder andere Vermögenswerte zu erwerben. Dadurch erhöht sich der Wert des Fondsanteils beziehungsweise des Depots der Anlegerinnen und Anleger.
Sogenannte Dividendenfonds können den Einstieg in die Welt der Dividenden erleichtern. Dividendenfonds investieren überwiegend in Aktien von Unternehmen, die regelmäßig Dividenden ausschütten. Anleger und Anlegerinnen können damit bequem an jeder Dividendensaison teilnehmen – und das auch mit kleinen regelmäßigen Sparbeträgen. Gleichzeitig unterliegen Dividendenfonds – wie alle aktienbasierten Geldanlagen – Kursschwankungen. Der Wert der Fondsanteile kann sowohl steigen als auch fallen. Es besteht das Risiko, dass Anleger weniger zurückerhalten, als sie investiert haben. Dividendenausschüttungen sind nicht garantiert und können gekürzt oder ausgesetzt werden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Wollen Sie mehr dazu erfahren? Ihre Beraterinnen und Berater aus der genossenschaftlichen Bankengruppe informieren Sie gerne über die Möglichkeiten.
Der ursprüngliche Beitrag wurde am 22.04.2024 veröffentlicht und jetzt aktualisiert.
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6 Beiträge
Ti 25.4.2024
Guten Tag, dank Ihres Artikels habe ich die Details nun endlich verstanden und möchte in einen Dividendenfonds investieren. Haben Sie eine Empfehlung?
Antworten
Arnold 27.4.2024
Antwort zu Kommentar von Ti
uni ausschüttung net a (wkn: a2agk5) 4 mal im Jahr Dividenden ,Februar, Mai, August und November.
Union Investment 29.4.2024
Guten Tag Ti, aufgrund technischer Probleme können wir leider erst heute antworten. Es freut uns sehr, dass unser Artikel verständlich ist und Sie sich für unsere Produkte interessieren. Zur Produktauswahl und Beratung sprechen Sie bitte mit einem Anlageberater bei einer Bank der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Dort erhalten Sie eine Beratung nach Maß und den richtigen Fonds für Ihr Ziel. Denn neben Ihren Wünschen ist auch das Chancen/Risiko-Profil sehr wichtig. Unter https://www.union-investment.de/bankensuche finden Sie weitere Adressen. Oder rufen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen gern bei der Suche. Informationen zu Fonds, Verkaufsprospekte sowie den letzten veröffentlichten Jahres- und Halbjahresbericht erhalten Sie bei Ihrem Berater vor Ort. Oder sprechen Sie uns an. Wir senden Ihnen diese Unterlagen gern kostenlos zu. Im Internet finden Sie Fondspreise und weitere Informationen unter https://www.union-investment.de/fonds\_depot/fonds-finden . Haben Sie weitere Fragen? Rufen Sie uns einfach an. Sie erreichen uns montags bis freitags zwischen 08:00 und 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 069 58998-6060 oder per E-Mail unter service@union-investment.de . Wir sind gern für Sie da. Viele Grüße aus Frankfurt Steffi Rogge
Carola Müller-Weikopf 25.4.2024
Vielleicht ist eine Investition in Aktien doch weniger risikoreich als ich dachte. Ich lasse mich mal näher beraten.
Union Investment 6.5.2024
Antwort zu Kommentar von Carola Müller-Weikopf
Guten Tag Frau Müller-Weikopf, wenden Sie sich einfach an einen Anlageberater bei einer Bank der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Dort erhalten Sie eine Beratung nach Maß. Unter https://www.union-investment.de/bankensuche finden Sie einen Analgeberater in Ihrer Nähe. Oder rufen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen gern bei der Suche. Viele Grüße Tina Weinlein
K. Ahnung 25.4.2024
…da ich vom Fach bin: alle Daumen hoch. Beobachte den Blogg schon länger - immer gut und vor allen Dingen korrekt erklärt! 👍👍👍
Antwort zu Kommentar von K. Ahnung
Guten Tag, vielen Dank für das positive Feedback, das freut uns sehr. Viele Grüße Steffi Rogge
Maria 25.4.2024
Ihr Blog wird mir immer wieder von einer lieben Freundin empfohlen. Nun abonniere ich den Blog mal. Die Texte sind stets sehr erfreulich. Maria
Antwort zu Kommentar von Maria
Guten Tag Maria, schön, dass Ihnen unser Blog gefällt. Wir freuen uns eine neue Abonnentin gewonnen zu haben. Viele Grüße Niklas Zgraja
hufer Max 28.4.2024
Bitte eine Kiste über gute Dividenden. Danke! wir sind gut bei immofond bei union investment dabei. mit freundlihen Grüßen von Max Hupfer
Antwort zu Kommentar von hufer Max
Guten Tag Herr Hufer, Sie fragen uns nach einer Liste mit Unternehmen, die eine gute Dividende auszahlen. Eine gute Dividende ist nicht immer ein Garant für eine gute Anlage. Für eine Produktauswahl und Beratung sprechen Sie bitte mit Ihrem Anlageberater bei Ihrer Bank der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Dort erhalten Sie eine Beratung nach Maß. Haben Sie weitere Fragen? Rufen Sie uns einfach an. Sie erreichen uns montags bis freitags zwischen 08:00 und 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 069 58998-6060 oder per E-Mail unter service@union-investment.de . Wir sind gern für Sie da. Viele Grüße Tina Weinlein
anni 30.4.2024
ich bin großer fan ihres blogs. oft habe ich alte artikel nochmals gelesen. leider finde ich die bereits veröffentlichten blogartikel nicht mehr. das war früher irgendwie besser und übersichtlicher.
Union Investment 30.4.2024
Antwort zu Kommentar von anni
Hallo Anni, vielen Dank für Ihr Lob und Ihr Feedback. Tatsächlich haben wir den Anlegerblog optisch etwas verändert. Sie finden die Rubriken "Finanzen, Ratgeber und Geschichten" direkt unter dem Bereich "Meist gelesen im Vormonat". Neu ist auch, dass Sie über die Suchfunktion (rechts oben in der Navigation) Begriffe eingeben können. Die Suchergebnisse können Sie zusätzlich nach Blogbeiträgen filtern. Freundliche Grüße Alexandra Gerth
awerwer
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