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Startseite Blog Was Sie über Bitcoin, Kryptowerte und Blockchain wissen sollten
Warum Kryptowerte immer beliebter werden, wie sie funktionieren, welche Chancen und Risiken gelten – und wie die Technik dahinter die Wirtschaft beeinflussen kann.
Mittwoch, 23.07.2025
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Mit der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ist auch das Interesse an Kryptowerten rasant gewachsen. Technologische Fortschritte und vor allem ein zentrales Gesetzespaket zur Regulierung der Kryptobranche in den USA haben Spekulationen und Kursbewegungen befeuert. Hier geben wir Ihnen eine Einführung, was es mit Kryptowerten auf sich hat und was Sie wissen sollten.
Bitcoin mag der bekannteste Kryptowert sein, er ist aber bei Weitem nicht der einzige: Seitdem 2009 die erste Bitcoin-Blockchain gestartet ist, hat sich das Angebot laut BISON Academy1 auf inzwischen über 10.000 verschiedene Kryptowerte erweitert. Neben dem bekannten Kryptowert Bitcoin existieren zahlreiche Altcoins mit unterschiedlichsten Zielsetzungen. Dazu zählen zum Beispiel Kryptowerte, die sich wie Monero auf vollständig anonyme Transaktionen fokussieren oder wie Litecoin nochmals schnellere Transaktionen als Bitcoin ermöglichen. Stablecoins sind eine spezielle Form von Kryptowerten, deren Wert in einem festen Tauschverhältnis zu sogenanntem Fiatgeld (Dollar, Euro oder Gold) gehalten wird, um eine höhere Preisstabilität zu erzielen.
Interessant sind auch sogenannte Memecoins , wie der Dogecoin oder der Pege-Coin, welche an das Shiba Inu-Hundebild beziehungsweise den „Pepe the Frog“ des Künstlers Matt Furi angelehnt wurden. Gestartet als Scherz, sind sie viral gegangen und haben sich am Markt etabliert. Der Dogecoin dient ebenfalls als Zahlungsmittel und wird aufgrund seiner Beliebtheit beispielsweise bei der Bezahlung von Trinkgeldern oder im Rahmen von Spendenaktionen verwendet. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Kryptowerte, die in verschiedensten dezentralisierten Anwendungen zum Einsatz kommen. Ether zum Beispiel ist die native Währung der Ethereum-Blockchain, auf welcher eine Vielzahl von dezentralen Anwendungen wie die dezentralisierte Kryptobörse UniSwap oder der Datenprovider Chainlink entwickelt wurden. Werden Anwendungen auf der Ethereum-Blockchain ausgeführt, so wird eine Transaktionsgebühr in Ether fällig.
Kryptowerte werden zum Beispiel von keiner Zentralbank herausgegeben, sondern von unterschiedlichen Akteuren dezentral geschürft. Auch existieren sie in digitaler Form. Ein direkter Handel von Kryptowerten findet weiterhin auf spezialisierten Kryptobörsen statt. An vielen großen Wertpapierbörsen der Welt ist jedoch der indirekte Handel über Finanzprodukte möglich, die etwa als aktiv gemanagte Fonds sowohl in ausgewählte Kryptowerte – beziehungsweise indirekt über Delta-1-Zertifikate – als auch in Wertpapiere investieren, die einen klaren Bezug zur Blockchain-Technologie oder einer anderen Distributed Ledger Technology (DLT) aufweisen. Das hat für Anleger den Zugang zum Kryptomarkt deutlich erleichtert.
Auch wenn Kryptowerte oft als digitales Zahlungsmittel bezeichnet werden, nutzen die meisten Menschen sie vor allem als Spekulationsobjekte. Hohe Gewinnchancen stehen allerdings auch einem sehr hohen Verlustrisiko gegenüber – im schlimmsten Fall ist das investierte Geld komplett weg.
Nach Jahren der Untätigkeit gibt es nun neue Entwicklungen in der Regulierung von Kryptowährungen. Die USA arbeiten daran, einheitliche Regeln für Kryptoanlagen zu schaffen. Am 17. Juni hat der US-Senat den GENIUS Act verabschiedet, was für „Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins“ steht. Nun hat auch das Repräsentantenhaus zugestimmt. Mit der Unterzeichnung von US-Präsident Donald Trump wird damit zum ersten Mal ein nationaler Rahmen etwa für die Regulierung von Stablecoins – also digitale Vermögenswerte (Tokens), die an Währungen oder Wertpapiere gekoppelt sind – etabliert. Befürworter des GENIUS Acts erwarten somit eine weite Verbreitung der Stablecoins in den USA. Eine entsprechende regulatorische Akzeptanz wäre mit dem GENIUS Act gewährleistet. Optimisten glauben sogar, dass die wertstabilen Token bereits in naher Zukunft als gängiges Zahlungsmittel in Geschäften im gesamten Land eingesetzt werden könnten.2
Auch die Europäische Union (EU) hat für Unternehmen im digitalen Sektor und besonders im Bereich Blockchain-Technologien umfassende Anforderungen geschaffen. Mit der seit dem 30. Dezember 2024 geltenden MiCA-Regulierung (Markets in Crypto-Assets) ist ein einheitlicher Rechtsrahmen für den Handel und die Verwahrung von Kryptowerten im gesamten EU-Raum entstanden. Ziel ist es dabei, mehr Transparenz und Verbraucherschutz herzustellen und Geldwäsche im Kryptosektor zu bekämpfen.
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Die Zahlen mögen auf den ersten Blick beeindrucken: Am 11. Juli 2025 steigt der Bitcoin erstmals über umgerechnet 113.000 US-Dollar. Vor zehn Jahren waren es noch rund 250 US-Dollar. Doch in dieser Zeit gab es enorme Schwankungen mit extremen Kursanstiegen und -einbrüchen von bis zu 60 Prozent (2022).3 Bei Kryptowerten geht es also hoch und runter, und tägliche Schwankungen von bis zu zehn Prozent sind keine Seltenheit. Von Wertstabilität kann also keine Rede sein. Auch das macht die Investitionen in Bitcoin und Co. so riskant.
Zahlungsmittel ohne Intermediäre – wie geht das? Mit der Blockchain-Technologie: Kryptowerte bauen auf dieser Technologie auf, die Daten unveränderbar verschlüsselt und somit als fälschungssicher gilt. Bei der Blockchain handelt es sich im Grunde genommen um eine spezielle Datenbank, die auf vielen Computern gleichzeitig gespeichert wird. Jeder Computer im Netzwerk hat die gleiche Kopie. Die Daten werden in Blöcken gespeichert, die wie eine Kette aneinandergereiht sind. Jeder Block enthält wichtige Infos zu einer Transaktion, zum Beispiel eine Zahlung mit Bitcoin. Auch andere digitale Werte, wie Wertpapiere oder Verträge, können so übertragen werden. Mithilfe der Blockchain-Technologie kann man weltweit Vermögenswerte direkt und rund um die Uhr handeln – ohne Zwischenhändler, schnell und mit geringen Kosten.
Experten von Union Investment sind überzeugt, dass diese Technologie das Wirtschaftsleben revolutionieren kann. Denn sie erschließt in vielen Branchen unzählige neue Möglichkeiten, effizienter und sicherer zu werden und gleichzeitig Kosten einzusparen. So kann etwa durch den Einsatz von personalisierten Blockchains im Dienstleistungssektor das Auftrags- und Vertragsmanagement vereinfacht und kosteneffektiver aufgestellt werden, indem Intermediäre nicht mehr benötigt werden oder auch automatisierte Zahlungsströme durch Smart Contracts etabliert werden. Im Gesundheitswesen können etwa personenbezogene Daten sicher gespeichert werden. Im Finanzwesen kann eine Blockchain die Basis für eine kostengünstigere und fälschungssichere Zahlungsabwicklung darstellen. Aufgrund der vielen Möglichkeiten wird die Technologie selbst und Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, auch für viele Investoren immer relevanter.
Bitcoin ist eine virtuelle Werteinheit (Token), mit der grundsätzlich jeder, der eine digitale Brieftasche – auch Wallet genannt – besitzt, Zahlungstransaktionen durchführen kann. Dabei wird ein dezentrales, virtuelles Hauptbuch, die Blockchain, verwendet, um die Transaktionen in verschlüsselter Form aufzuzeichnen, die im Netzwerk stattfinden.
Altcoins sind eine Kategorie von Kryptowerten, die als Alternative zu Bitcoin entwickelt wurden. Während Bitcoin der erste und bekannteste Kryptowert ist, bezieht sich die Bezeichnung Altcoins auf alle anderen digitalen Werte (Krypto-Coins und -Token), die nach Bitcoin entstanden sind. Diese Alternativen können unterschiedliche Funktionen und Technologien nutzen, wie zum Beispiel schnellere Transaktionen, niedrigere Gebühren oder verbesserte Skalierbarkeit.
Memecoins sind Kryptowerte, die typischerweise von Internet-Memes, sozialen Trends oder Witzen inspiriert sind. Sie zeichnen sich oft durch eine starke Community-Unterstützung und virale Wirkung aus und können sehr schwankungsintensiv sein, wobei ihr Wert schnell steigen oder fallen kann.
Delta-1-Zertifikate bilden den Kursverlauf und das Risikoprofil von Kryptowerten, wie beispielsweise Bitcoin, Chainlink oder Solana, nach, sodass deren Entwicklung indirekt im Fonds abgebildet wird.
Der ursprüngliche Beitrag wurde am 9. Mai 2018 veröffentlicht und jetzt aktualisiert.
[FS1] bisonapp.com/academy/lessons/anzahl-kryptowaehrungen [FS2] bitcoin-2go.de/genius-act-trump-unterschreibt [FS3] tagesschau.de/wirtschaft/boersenkurse/25133686/. Die Kurse von Kryptowährungen stellt Crypto Finance, Deutsche Börse Group bereit. Die dargestellten Werte veranschaulichen die Wertentwicklung in der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Stand 17. Juli 2025.
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