Source: https://www.union-investment.de/blog/aktives_fondsmanagement
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Was ist das eigentlich?
Montag, 11.03.2024
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Wir leben in bewegten Zeiten. Die deutsche Gesellschaft, Politik und Wirtschaft werden mit vielen Herausforderungen gleichzeitig konfrontiert: steigende Preise, fortschreitender Klimawandel, geopolitische Unruhen, wachsende Wohnraumnot, Energiewende, Fachkräftemangel oder knappe Ressourcen – um nur einige der Baustellen zu nennen, die es derzeit zu bewältigen gibt. Dazu kommen die Aufholprozesse der Wachstumsländer wie China oder Indien, die dabei sind, die bisherige Weltordnung aus den Angeln zu heben. Und nicht zuletzt ist die Digitalisierung zu nennen (Stichwort: künstliche Intelligenz ), die unser Leben und Arbeiten zukünftig stark verändern wird. Kurzum: Die Welt befindet sich im Wandel – alles ist in Bewegung.
Die Börsen reagieren nervös auf einige Einzelereignisse, das haben die letzten Jahre gezeigt. So führten zum Beispiel die Finanzkrise (ab 2008) oder die Corona-Krise (ab 2020) zu erheblichen Schwankungen an den Kapitalmärkten. Für Anleger bieten sich in solchen Situationen viele neue Chancen, die von einem aktiven Fondsmanagement gezielt ausfindig gemacht und genutzt werden können. Auf der anderen Seite bringen Umbruchzeiten auch enorme Risiken mit sich. Ein aktives Fondsmanagement kann für Privatanleger eine sinnvolle Option sein, da geschulte Finanzprofis diese Risiken frühzeitig erkennen und gegensteuern können. Aber was genau bedeutet „aktives Fondsmanagement“? Darum geht es in diesem Beitrag.
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Aktives Fondsmanagement erklärt sich fast von selbst. Denn „aktiv“ bedeutet hier im wahrsten Sinne des Wortes: handeln – und das mit vorausschauendem Sachverstand. Das aktive Fondsmanagement entscheidet also immer wieder neu, welche Aktien beispielsweise in einen Aktienfonds oder welche Anleihen in einen Rentenfonds aufgenommen werden. Dabei richtet sich der Blick immer auch nach vorn. Zum einen um die zukünftigen Champions ausfindig zu machen und deren Kurspotenziale auszuschöpfen. Zum anderen, um rechtzeitig zu erkennen, wenn die Entwicklung mancher Branchen oder spezieller Wertpapiere rückläufig sind und in nächster Zeit kaum noch Chancen am Markt haben werden. So wird die Gewichtung der einzelnen Wertpapiere auch stets der aktuellen Lage angepasst: Von vielversprechenden Unternehmen kommen mehr Wertpapiere ins Depot, weniger erfolgreiche werden wieder verkauft oder die Anteile reduziert. Auf diese Weise versucht ein Fondsmanager, die Spreu vom Weizen zu trennen – mit dem Ziel, höhere Renditechancen als der Marktdurchschnitt zu erzielen. Diese gezielte Auswahl von Wertpapieren wird in Fachkreisen auch „Stock Picking“ genannt. Die Kunst beim Stock Picking ist aussichtsreiche Aktien zu finden, die bestenfalls andere Investoren noch nicht entdeckt haben und noch billig zu haben sind, das heißt: zu einem unterbewerteten Kurs gekauft werden können. Je mehr Anleger dann auf diese Aktie aufmerksam werden und ebenfalls investieren, desto höher steigt der Kurs und damit auch die Rendite der „Entdecker“.
Gerade in Krisensituationen ist Professionalität gefragt: Fondsmanager setzen ihre Erfahrung, ihr Fachwissen und ihr Urteilsvermögen ein, um ein möglichst breites Spektrum vielversprechender Wertpapiere für die Anleger ausfindig zu machen. Sie nutzen verschiedene Methoden und Analysen, um die interessantesten Unternehmen für den jeweiligen Fonds herauszufiltern. So führen Fondsmanager beispielsweise aufwendige Fundamentalanalysen durch. Dazu gehört unter anderem eine Bewertung der Faktoren im gesamtwirtschaftlichen Umfeld (volkswirtschaftliche Indikatoren). Finanz- und Wirtschaftspolitik sowie Wechselkursentwicklungen spielen ebenfalls eine Rolle. Ebenso werden die Bilanzen der infrage kommenden Unternehmen genauestens untersucht und die wirtschaftliche Situation sowie die Zukunftsaussichten geprüft (betriebswirtschaftliche Indikatoren).
Neben vielen weiteren Bewertungen werden natürlich auch Chartanalysen (Kursverlaufsdiagramme) durchgeführt, um besser abschätzen zu können wie sich der Wert entwickeln könnte. Selbstverständlich behalten die Fondsmanager auch die aktuellen Ereignisse, die Finanzmärkte und einzelnen Kurse genau im Blick. Denn das Ziel des aktiven Fondsmanagements lautet: Das Geld der Anleger zu schützen und zu vermehren.
Als „aktiver Aktionär“ führt Union Investment mehrmals im Jahr Gespräche mit der Unternehmensführung und dem Top-Management von ausgewählten Unternehmen, um eigene Analysen durchzuführen und die Strategien der Firmen zu prüfen. Eine weitere Aufgabe als „aktiver Aktionär“ ist die Abstimmung auf den Hauptversammlungen, bei denen die Leitplanken für die Unternehmensführung festgelegt werden.
Hohe Renditechancen sind stets mit erhöhten Risiken verbunden. Und geringere Risiken werden in der Regel mit niedrigeren Renditen bezahlt. Beides gehört seit jeher zusammen wie zwei Seiten einer Medaille. Das heißt: Ganz ohne Risiko gibt es auch keinen Ertrag. Selbst bei „sicheren“ Festgeldanlagen gehen Anleger das Risiko ein, dass die Zinsen die Geldentwertung durch die Inflation nicht ausgleichen können. Bei aktiv gemanagten Fonds geht es darum, die Risiken zu erkennen und die Chancen kontrolliert für die Kapitalanlage zu nutzen, damit sich das Investment auszahlt. Im Detail bedeutet das: Je nach Situation und Marktlage kauft oder verkauft ein professioneller Fondsmanager Wertpapiere im Rahmen der Anlagestrategie des Fonds, um mögliche Wertschwankungen an der Börse rechtzeitig abzufedern und neue Gewinnchancen gezielt zu nutzen.
Da jeder Anleger unterschiedlich mit Risiken umgeht, werden für jede Risikoklasse unterschiedliche Fonds angeboten. So wird vorab festgelegt, in welche Anlageklassen – beispielsweise Aktien, Anleihen oder Rohstoffe – ein Fonds investiert und wie hoch das Risiko dabei sein darf. Wenn sich ein Anleger beispielsweise für einen defensiven (schwankungsärmeren) Fonds entscheidet, kann das bedeuten, dass er bei Aufschwüngen gegebenenfalls nicht so stark an der Wertentwicklung nach oben teilnimmt wie ein Vergleichsindex. Dafür fällt der Wert des Fonds in Krisen in der Regel aber auch nicht so stark ab. Wenn sich ein Fonds also etwas schlechter als die Börsen insgesamt entwickelt, kann es sich um einen defensiv aufgestellten Fonds handeln. Offensive Fonds, die riskantere und volatilere – also schwankungsanfälligere – Titel aufnehmen, können oft den Benchmark (Vergleichsindex) übertreffen, doch sacken sie bei negativen Börsenentwicklungen in der Regel ebenfalls ab.
Die Kurse einzelner Wertpapiere entwickeln sich aus Angebot und Nachfrage. Wenn also mehr Marktteilnehmer Aktien eines Unternehmens kaufen als verkaufen möchten, steigt der Aktienkurs. Andersherum fällt er. Erfahrene Fondsmanager haben einen Informationsvorsprung, da sie Daten besser analysieren und Zeichen schneller wahrnehmen können. Sie können also handeln, bevor die anderen Anleger es tun. Das aktive Management nutzt somit vor allem die Ineffizienzen an den Kapitalmärkten..
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**H.**12.3.2024
Sehr interessant und überzeugend. Ich selbst habe bisher leider ein nicht besonders erfolgreiches Händchen für die Börse gehabt. Ich denke, dass Profis das für mich nun übernehmen werden.
Antworten
Franz Josef Faust 15.3.2024
Guter Artikel ,ich würde mir wünschen das mehr Fachwörter erklärt werden .Viele Internetseiten erklären Ihre Produkte mit Kennwerte die mir nichts sagen .
Union-Investment 15.3.2024
Antwort zu Kommentar von Franz Josef Faust
Guten Tag Herr Faust, vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung. Verständlichkeit ist ein wichtiges Anliegen für uns. Sind noch Fragen zum Text offen geblieben? Gern möchten wir diese beantworten. Viele Grüße aus Frankfurt, S. Rogge
Coinna 12.4.2024
Gut erklärt und nachvollziehbar, leider nur in der Theorie. In der Praxis passiet leider oft das Gegenteil, siehe die Entwicklung beim UniFonds. Dramatisch sclechter als der DAX.
Union-Investment 15.4.2024
Antwort zu Kommentar von Coinna
Guten Tag, Sie haben Recht, UniFonds konnte in den letzten Jahren trotz aktiven Managements keine bessere Wertentwicklung aufweisen als der Aktienindex DAX40. Die Hintergründe sind vielfältig. So ist beispielsweise UniFonds nicht direkt mit dem DAX40 vergleichbar, da der Fonds diesen Index nicht abbildet. Er investiert in den breiten deutschen Aktienmarkt und kann europäische Aktienunternehmen beimischen. Weiter konnte UniFonds wegen bestehender Anlagerestrektionen, sei es wegen gesetzlicher Regelungen oder hausinterner Vorgaben (beschränkte Investition in Rüstungsunternehmen), in den letzten Jahren nicht von den Gewinnern innerhalb des DAX40 Index profitieren. Viele Grüße Tina Weinlein
axel meder 17.5.2024
unsere gute alte union-investment denkt wirklich an alles und ist und bleibt einfach superhoechstbestens!!! nicht nur die fondsergebnisse beweisen das, sondern auch der uebrige gute service: die union ist zusammen mit den leuten, mit den kleinen anlegern und mit der genossenshaftlichen bankenorganisation eine einheit als fester und verlaesslicher baustein. auf diesen baustein kann man wirklich vertrauen und auch setzen, fest mit ihm rechnen. den urvaetern des genossenshaftswesens - raiffeisen und schulze-delitzsch - wird wirklich alle ehre gemacht, die zukunft der kleineren anleger wird langfristiger immer rosiger. unabhaengigkeit vom staat, solides fundament, durch und durch genossenshaftlich ... moege sich alles auch mit unserer guten genossenshaftlichen union zur unendlichen geshichte entwickeln! unser allergroesster dank an alle mitarbeiter und fondsmanager der union! macht weiter so, lasst die union zum endsieger gegenueber den anderen fondsanbietern werden, , wir vertrauen euch ! weityerhin vorwaerts, der weg ist richtig! besser geht es nicht! weiter so, vorwaerts! unser allergroesstes lob!!!
Union-Investment 17.5.2024
Antwort zu Kommentar von axel meder
Guten Tag Herr Meder, herzlichen Dank für Ihr großes Lob. Das tut wirklich gut zu hören und wir machen gern weiter so! Viele Grüße aus Frankfurt, Ulrike Herr
Hallenser74 1.10.2024
Also wenn ich mir die Kosten bei euren aktiven Fonds so ansehe frage ich mich wo da die Rendite hingeht , sicher nicht auf mein Bankkonto Depotgebühren von 9 Euro + 5% Ausgabeaufschlag ( ich frage mich für was bekommt meine Bank diesen Aufschlag wenn ich meine Anlageentscheidung selber fälle) + 2-2,5% jährliche Kosten …Junge junge ihr versteht eure Anleger zu melken mit Kosten die nicht sein müssten gerade aus genossenschaftlicher Sicht …..und wie sagt eine alte Börsenweisheit …..hin und her macht Taschen leer und was macht ein Fondsmanager genau dieses.
Union-Investment 1.10.2024
Antwort zu Kommentar von Hallenser74
Guten Tag, Ihren Wunsch nach möglichst geringen Kosten und einer hohen Rendite können wir nachvollziehen. Bei unseren aktiv gemanagten Fonds berechnen wir die Verwaltungsvergütung für die laufenden Kosten des Fonds, wie Fondsmanagement, Kundenservice oder ähnliches. Mit der jährlichen Depotgebühr in Höhe von 9,00 EUR decken wir die Kosten für Porto und Anteilsscheinverwahrung. Der einmalige Ausgabeaufschlag gleicht die Vertriebs- und Beratungskosten aus. Einige unserer Fonds erhalten Sie auch ohne Ausgabeaufschlag. Mit diesen so genannten No-Load-Fonds können Sie kurzfristig auf bestimmte Marktbewegungen reagieren, ohne auf die Preisdifferenz zwischen Ausgabe- und Rücknahmepreis achten zu müssen. Die No-Load-Fonds haben eine höhere Verwaltungsvergütung, die direkt dem Fondsvermögen belastet wird und sich somit im täglichen Fondspreis widerspiegelt. Gemeinsam mit den Partnerbanken der genossenschaftlichen FinanzGruppe bieten wir Lösungen für Ihre Anlageziele. Wichtig ist vor allem, dass der Fonds zu Ihnen und Ihren Vorstellungen passt. Dabei spielen neben Ihrem Anlagehorizont und Ihrer steuerlichen Situation auch Ihre Risikobereitschaft und Ihre individuelle Vermögensstruktur eine wichtige Rolle. Diese Fragen sollten nicht nur einmalig vor einer Fondsanlage geklärt werden. Auch wenn Sie schon länger in einem Fonds investiert sind, ist es wichtig regelmäßig zu überprüfen, ob dieser noch zu den eigenen Vorstellungen und den Entwicklungen an den Kapitalmärkten passt. Unter www.union-investment.de/bankensuche finden Sie eine Bank in Ihrer Nähe. Viele Grüße Heike Fincke
Hallenser74 27.1.2025
Sehr geehrte Damen und Herren, Nehmen sie es mir bitte nicht übel ,aber Kosten fürs Depot zu erheben in Zeiten von Neobrokern ist nicht zeitgemäß. Und Ausgabeaufschläge zu erheben für nicht geleistete Beratung da sollte man schon trennen zwischen jemanden der sich bei einer Bank beraten lässt oder der eigenständig diese Entscheidung tätigt. Und die jährliche Verwaltungsvergütung zur Kostendeckung und Kundenbetreuung zu verwenden überzeugt mich auch nicht. Besagte Neobroker bieten diese Services auch alle an aber ohne dafür eine Gebühr zu verlangen keine Depotgebühr,keine Ausgabeaufschläge und keine bzw. sehr wenig Verwaltungsgebühr wie schaffen die das. Mit freundlichen Grüßen
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