Source: https://www.union-investment.de/blog/7_nachhaltige_megatrends
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Diese Schlüsselthemen werden uns in den nächsten Jahrzehnten beschäftigen
Freitag, 15.12.2023
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Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass über Dürren, Überflutungen, Wirbelstürme, Gletscherschmelze oder Waldbrände berichtet wird – mit all den verheerenden Folgen für Mensch und Natur. Die Kapitalmarktexperten von Union Investment haben sieben nachhaltige Trends identifiziert, die in den kommenden Jahrzehnten für die Wirtschaft auschlaggebend sein werden – und für die der Klimawandel hauptverantwortlich ist. Diese sogenannten Megatrends werden große Innovationsschübe und eine enorme Nachfrage hervorrufen.
Es gibt Technologie-, Konsum-, Mode- oder Zeitgeisttrends, die vorübergehend Veränderungen bringen, um dann von neuen Trends abgelöst zu werden. Megatrends hingegen haben epochalen Charakter: Sie sind systemverändernde Entwicklungen globalen Ausmaßes, die Jahrzehnte andauern und sämtliche Lebensbereiche betreffen. Sie verändern Konsummuster und Wertvorstellungen. Innovative Geschäftsmodelle und neue Lebensentwürfe lösen Altbewährtes ab. Megatrends wirken sich also auf allen Ebenen aus und beeinflussen auf diese Weise Unternehmen, Institutionen und jeden einzelnen Menschen. Diese Art Trends kommen allerdings nicht aus heiterem Himmel: Sie entwickeln sich langsam, haben aber eine enorme Kraft. Das Zukunftsinstitut, das seit 1998 die Trend- und Zukunftsforschung prägt, spricht daher von „Lawinen in Zeitlupe“.
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Politische Maßnahmen, das Umdenken der Gesellschaft und die Bewegungen innerhalb der Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit sind als Ankündigung einer riesigen Umwälzung zu verstehen. Dass die Welle gerade erst losgetreten wird, wollen wir Ihnen hier kurz verdeutlichen:
Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein. Um das Ziel zu erreichen, muss vor allem die Mobilität ohne Treibhausgas (CO2) auskommen, Gebäude an den Klimawandel angepasst werden oder Wärme sowie Strom aus erneuerbaren Energien stammen. Die Bundesregierung hat unter vielen anderen Maßnahmen mit dem Klimaschutzgesetz bereits entsprechende Auflagen verabschiedet und für die kommenden Jahre zusätzlich 8 Milliarden Euro für Klimaschutzmaßnahmen in Industrie, Energiewirtschaft oder bei Gebäuden zur Verfügung gestellt.
Laut dem Bundesumweltamt im September 2023 ist der Umwelt- und Klimaschutz immerhin schon für 57 Prozent der Deutschen besonders wichtig. Und McKinsey kam bei einer Umfrage zu dem Ergebnis, dass drei Viertel der Bundesbürger beim Einkauf bereits auf Nachhaltigkeit achten. Laut dem Zukunftsinstitut wird ein nachhaltiger Lebensstil schon bald zur Normalität gehören. Nachhaltiger Konsum spielt bei dem Wandel übrigens eine besondere Rolle: Die Nachfrage nach und das Fordern von Produkten und Dienstleistungen, die umweltfreundlich und sozialverträglich sind, ist nämlich ein wichtiger Faktor, der den nachhaltigen Wandel der Wirtschaft beeinflusst und beschleunigt.
Angesichts der multiplen Herausforderungen wie Klimawandel, Rohstoffabhängigkeit oder Digitalisierung (Stichwort: Blogbeitrag zum Thema Künstliche Intelligenz. ) steht die Wirtschaft heute vor einer der größten Transformationen überhaupt – ähnlich der industriellen Revolution vor fast 200 Jahren. Von der Notwendigkeit getrieben, den Klimawandel zu bekämpfen und sich an seine Folgen anzupassen, hat sich in der Wirtschaft – nicht zuletzt auch aufgrund von Politik und Endverbrauchern – schon Einiges getan: nachhaltige Start-UPs sind entstanden, neue Geschäftsmodelle wurden verfolgt, innovative Produkte erfunden, alte Lieferketten gekappt und nachhaltig ausgebaut. Denn mittlerweile ist immer mehr Unternehmen – auch den etablierten – bewusst, dass sie umdenken und handeln müssen, um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben und zu überleben. Es sind schließlich nicht nur die Kunden, die nachhaltige Produkte oder Dienstleistungen einfordern, sondern auch die Investoren und Kreditgeber. Unternehmen, die sich nicht an die sogenannten ESG-Anforderungen (Environmental, Social, Governance; deutsch: Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) halten, könnten es in der Zukunft schwerer haben, Kredite zu bekommen. Gerade auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Großinvestoren und Privatanleger werden ein verstärktes Augenmerk darauf richten, ob Unternehmen bereit sind, sich nachhaltig aufzustellen oder nicht.
Zum Thema Nachhaltigkeit gehört nicht nur die Umwelt, sondern neben der Ökologie auch die Bereiche Soziales und Unternehmensführung. Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2015 17 Ziele festgelegt, die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs), die eine nachhaltige Zukunft sichern sollen. Jedes einzelne Ziel davon ist wichtig – wie zum Beispiel Frieden, das Einhalten von Menschenrechten oder das Bewahren natürlicher Lebensgrundlagen.
Heute leben rund 8 Milliarden Menschen auf der Erde. Laut UN-Prognose wird die Erdbevölkerung bis 2050 auf etwa 9,7 Milliarden wachsen. Das stellt ein Problem für die Ernährungssicherheit dar, vor allem unter den erschwerten Bedingungen durch den Klimawandel: Dürren, Stürme oder Überflutungen vernichten immer häufiger die Ernten ganzer Landstriche. Dazu kommt, dass laut Statista schon heute rund zehn Prozent der Weltbevölkerung Hunger leiden, während gleichzeitig Lebensmittel verschwendet werden. Allein in Deutschland landen pro Jahr rund elf Millionen Tonnen Nahrungsmittel im Abfall. Die Landwirtschaft ist aber nicht nur Opfer, sondern auch Verursacher von Umweltschäden: Immerhin ist sie für mehr als ein Viertel der globalen CO2-Emissionen verantwortlich und belastet die Umwelt durch Überdüngung, hohen Wasserverbrauch, Massentierhaltung und Abholzung von Tropenwäldern. Zudem werden große Teile der landwirtschaftlich genutzten Flächen für Tierfutter genutzt: In Deutschland wird auf rund 10 Millionen Hektar Acker Futter für Nutztiere erzeugt, das sind etwa 60 Prozent der Gesamtnutzungsfläche.
Die Landwirtschaft muss sich umstellen, damit mehr Menschen ernährt, Ressourcen geschont und gleichzeitig die Umwelt geschützt werden kann. Um eine nachhaltige Transformation der Landwirtschaft und der Ernährungsindustrie zu erreichen, sind innovative Anbauformen, klimaresistente Pflanzen und alternative Lebensmittelangebote notwendig.
Von dem Wandel im Bereich Ernährung können Unternehmen profitieren, die nicht-tierische Lebensmittel anbieten wie Fleischersatzprodukte. Gefragt sein werden auch Erzeuger von Produkten aus artgerechter Haltung und biologischem Anbau, Verwerter von Lebensmittelabfällen wie Produzenten von Kraftstoffen aus recycelten Ölen und Fetten, Lösungsanbieter für eine effiziente und digitalisierte Landwirtschaft wie vertikale Landwirtschaft im urbanen Raum oder Anbieter nachhaltiger Verpackungen.
Weil die Weltbevölkerung wächst, braucht sie auch mehr Wohnraum – vor allem in den Städten. Doch der Gebäudesektor ist schon jetzt für rund 37 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich und belastet das Klima durch energieintensive Baustoffe, mangelnde Dämmung und fossile Energiequellen in der Nutzungsphase. Allein die Herstellung von Beton trägt 5 Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß bei.
Beim Bau von Wohnraum müssen mehr alternative Baustoffe verwendet werden. Auch die Versorgung der Gebäude mit regenerativen Energien für Strom und Wärme sollen die Emissionen insgesamt senken. Darüber hinaus kann eine digitale Haustechnik für mehr Energieeffizienz sorgen. Besonders wichtig wird die nachhaltige Sanierung von Bestandsgebäuden.
Unternehmen, die innovative Lösungen für klimafreundliche Gebäude und Sanierungen anbieten, werden gefragt sein und haben gute Chancen, von dem Megatrend Wohnen zu profitieren. Dazu gehören beispielsweise Firmen aus dem Bereich strombasierter Heizungssysteme und erneuerbarer Energien wie Hersteller von Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen, Unternehmen, die digitale Haustechnik vertreiben, Spezialisten für energieeffiziente Sanierungen wie Dämmung, Fenster und Dächer sowie Anbieter alternativer Baustoffe. Unternehmen aus dem Bereich Recycling von Beton, Stahl und anderen Baumaterialien dürften ebenso im Fokus stehen.
Der Verkehr ist laut der Datenbank für globale Atmosphärenforschung für 20 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Tendenz steigend, denn das Verkehrsaufkommen auf dem Land, in der Luft und auf dem Wasser steigt.
Die Verkehrswende erfordert eine Abkehr von fossilen Brennstoffen. Neue Antriebstechniken, alternative Kraftstoffe und eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur sollen gefördert werden. Antriebssysteme wie Elektro- oder Wasserstoffmobilität, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur und klimafreundlich erzeugte Energie sollen die CO2-Emissionen senken. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs oder digitale Mobilitätskonzepte wie Carsharing und intelligente Verkehrssteuerung sollen ebenso dabei helfen, den Verkehr und damit die Emissionen insgesamt zu reduzieren.
Unter anderen werden Unternehmen, die sich mit Energiespeichersystemen, Fahrzeugen mit nicht-fossiler Antriebstechnik und Ladeinfrastruktur beschäftigen, gefragt sein. Hersteller von Chips und deren Rohstofflieferanten dürften ebenfalls an Bedeutung gewinnen.
Bildung, Wohlstand und bessere Gesundheitssysteme sorgen dafür, dass das Durchschnittsalter in unseren Kulturkreisen steigt: Laut der Unternehmensberatung Roland Berger wird sich die Anzahl der über 65-Jährigen bis zum Jahr 2050 auf 1,5 Milliarden verdoppeln. Und dabei handelt es sich um eine Bevölkerungsgruppe, die in der Regel mehr Gesundheitsleistungen benötigt als jüngere Menschen. Dazu kommt, dass – wie oben schon erwähnt – die Weltbevölkerung wächst. Gleichzeitig nehmen die sogenannten Zivilisationskrankheiten wie beispielsweise Diabetes oder Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu. Mit der zunehmenden Wasser- und Luftverschmutzung steigen zudem die Gesundheitsrisiken. Und durch die klimatischen Veränderungen wird mit einer Zunahme von Hitze-Notfällen gerechnet sowie der Verbreitung nicht-heimischer Krankheitserreger. Kurz: Die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen wird immens steigen.
Digitale und biotechnologische Innovationen sollen die medizinische Versorgung verbessern und effizienter sowie kostengünstiger machen. Darüber hinaus strebt die EU die Unabhängigkeit von Arzneimittelproduzenten aus beispielsweise China oder Indien an: Die Produktion soll rückverlagert und so auch die Versorgungssicherheit verbessert werden.
Insgesamt dürften Unternehmen aus den Bereichen Pharmazie und Medizintechnik von dem Megatrend profitieren. Ebenso werden Lösungsanbieter aus dem Bereich künstlicher Intelligenz (KI) im Fokus stehen, weil durch KI die Medizin unter anderem in den Bereichen Produktentwicklung oder Diagnose effizienter werden kann (Beispiel: Krebsfrüherkennung). Aber auch der Bereich Digital Healthcare sollte einen Aufschwung erfahren, gemeint sind beispielsweise Telemedizin oder Gesundheits-Apps. Nicht zu vergessen sind die Produkte und Dienstleistungen, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern: Nach einer Studie von McKinsey ist schon heute mit 1,5 Billionen US-Dollar der Erhalt der Gesundheit ein Treiber des internationalen Wellness-Markts, der jährlich um die 10 Prozent wächst.
Sauberes Trinkwasser ist wichtig für die Gesundheit und Ernährung der Weltbevölkerung. Wasser ist allerdings eine knappe und kostbare Ressource, die durch den Klimawandel und das Bevölkerungswachstum immer stärker unter Druck gerät. Nach Angaben des Weltagrarberichts werden allein 70 Prozent des verfügbaren Süßwassers von der Landwirtschaft verbraucht. Auch Konsumgüter haben einen hohen „Wasserfußabdruck“: Ein PC beispielsweise verbraucht 20.000 Liter während seiner Herstellung. Die wasserintensive Industrie und Landwirtschaft tragen aber nicht nur zu Dürren, sondern auch zur Wasserverschmutzung bei. Und verunreinigtes Wasser führt wiederum zu Krankheiten. Durch den Klimawandel verursachte Extremwetter – wie Dürren, Überschwemmungen oder Hochwasser – bedrohen die Verfügbarkeit und die Qualität von Süßwasser zusätzlich, das ohnehin nur drei Prozent des globalen Wassers ausmacht.
Um die Wasserversorgung und -nachfrage in Balance zu halten, muss Wasser sparsamer und effizienter genutzt werden – vor allem in der Landwirtschaft und Industrie. Dafür soll auch die Wasserinfrastruktur modernisiert und ausgebaut werden, um die Wasserreinigung und -aufbereitung zu verbessern und die Folgen von Extremwetter zu mindern.
Interessant werden Unternehmen aus verschiedenen Sektoren, die entlang der Wasserwertschöpfungskette tätig sind. Das sind: Betreiber kritischer Wasserinfrastruktur; Anbieter von Mess- und Analyseinstrumenten und Filtrationsanlagen; Unternehmen im Bereich intelligenter Wasserzähler sowie Anbieter für digitales Management von Wasserinfrastrukturanlagen; Hersteller intelligenter Bewässerungssysteme und Präzisionstechnologie; Unternehmen, die für Infrastrukturmaßnahmen Beratungs- und Softwareanwendungen anbieten, um die Folgen von Starkregen- und Hochwasserrisiken zu begrenzen; Anbieter von Entsalzungsanlagen, Membranen, Filtersystemen oder chemischen Substanzen zur Wasserreinigung und Unternehmen im Bereich der Planung und des Baus von kompletten Aufbereitungsanlagen.
Es werden immer mehr Rohstoffe gebraucht, aber es wird einerseits zunehmend schwieriger sie abzubauen. Andererseits stammen diese häufig aus Regionen, die aus geopolitischen Gesichtspunkten immer kritischer gesehen werden. Vor allem für die Energiewende werden Lithium oder seltene Erden gebraucht, um Batterien, Solaranlagen oder Windkrafträder zu bauen. Jedes Jahr verbrauchen die Menschen 100 Milliarden Tonnen Materialien und nur neun Prozent davon werden wieder genutzt – in Deutschland sind es immerhin 12 Prozent. Der Rest landet im Müll, oft ungetrennt. Häufig werden Plastikmüll oder Altkleider in andere Länder exportiert, statt die wertvollen Rohstoffe über eine heimische Kreislaufwirtschaft zurück zu gewinnen und dadurch Ressourcen zu schonen.
Recycling ist das Gebot der Stunde. Ressourcen, Umwelt und Klima sollen entlastet werden. Häufig verbraucht die Wiederverwertung nämlich weniger Energie als die Neuproduktion. Außerdem kann sich ein ressourcenarmes Land wie Deutschland durch Recycling unabhängiger von problematischen Rohstofflieferanten machen. Recycling bietet auch ein großes wirtschaftliches Potenzial: Laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie könnte eine stärkere Kreislaufwirtschaft in Deutschland bis 2030 jährlich zwölf Milliarden Euro mehr Wertschöpfung und 170.000 neue Jobs schaffen.
Die Kreislaufwirtschaft bietet Chancen für innovative Unternehmen aus den Bereichen Recycling, Müllentsorgung, Mülltrennung und Müllverarbeitung, IT-Plattformen für den Handel mit gebrauchten Gütern, Hersteller von recycelbaren Verpackungen, Chemieunternehmen, die Stoffe trennen und aufbereiten, sowie Unternehmen mit einer eigenen Kreislaufwirtschaftsstrategie.
Der Energiesektor ist der weltweit größte Verursacher von Treibhausgasen. Allein in der EU entstehen 75 Prozent der Emissionen durch fossile Energieträger wie Kohle, Erdgas und Öl. Und der Energiebedarf steigt. Haupttreiber für den Anstieg des globalen Energieverbrauchs wird zukünftig aber nicht nur der Bevölkerungszuwachs sein, sondern die E-Mobilität, die elektrischen Wärmepumpen in Gebäuden, die Produktion von Batterien und die Erzeugung von grünem Wasserstoff. Auch Klimaanlagen, die wegen der steigenden Temperaturen durch den Klimawandel verstärkt genutzt werden, treiben den Stromverbrauch in die Höhe. Dazu kommt eine Energieabhängigkeit: Deutschland beispielsweise importiert zu großen Teilen fossile Energie – bis 2021 kam sie überwiegend aus Russland. Der schnelle Ausbau heimischer Energiequellen wie Wind, Wasser, Solar, Biomasse oder grüner Wasserstoff ist daher der Schlüssel zu einer klimafreundlicheren und von Energieimporten unabhängigeren Wirtschaft.
Um die Energieversorgung klimaverträglich und sicher zu machen, muss die Gewinnung erneuerbarer Energien massiv ausgebaut werden. Es sollen Speichermöglichkeiten für die nachhaltig gewonnenen Energien geschaffen werden. Auch leistungsfähige Leitungsnetze müssen ausgebaut werden, um die Energie zu den Verbrauchern zu bringen. Dabei sollen die erneuerbaren Energien bezahlbar und fair für alle sein.
Für den Ausbau erneuerbarer Energien werden eine Vielzahl an Unternehmen aus diversen Branchen gebraucht. Dazu zählen Energieversorger, die auf grünen Strom setzen; Betreiber von Wind- und Solarparks; Hersteller und Zulieferer von Windrädern, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen; Produktanbieter für den Auf- und Ausbau von Netzinfrastrukturen; Unternehmen im Industrie- und IT-Bereich für Anlagen zur Stromspeicherung; Firmen im Chemiesektor, die grünen Wasserstoff erzeugen, transportieren oder speichern.
Sie werden schon bemerkt haben: Megatrends lassen sich nicht strikt voneinander abgrenzen. Ein Trend beeinflusst den anderen – ein Thema kann mehreren Trends gleichzeitig zugeordnet werden. Beispiel Algen: Ja, Sie haben richtig gelesen, die pflanzenartigen Lebewesen der Meere. Nicht ohne Grund gelten Algen als Superfood (Megatrend Gesundheit): sie sind gesund, nahrhaft, vitaminreich, stärken den Stoffwechsel und das Immunsystem. Zudem enthalten Algen medizinische Wirkstoffe, die schon bald zur Behandlung von Alzheimer eingesetzt werden könnten. Dazu brauchen sie zum Wachsen kein wertvolles Frischwasser (Megatrend Wasser), sind leicht zu züchten, entlasten die landwirtschaftlichen Flächen und können damit zur Ernährungssicherheit der Erdbevölkerung beitragen (Megatrend Ernährung). Außerdem können Meeresalgen große Mengen an CO2 speichern. Und: Rotalgen als Viehfutterersatz können den Ausstoß von Methan bei Kühen um 80 Prozent reduzieren. Darüber hinaus könnten aus Algen Biokraftstoffe hergestellt werden (Megatrend Mobilität) und aus der Biomasse Gas (Megatrend Energie). Manche Algenarten produzieren sogar Wasserstoff. Algen können auch bei der Verwertung von Abfällen eingesetzt werden (Megatrend Kreislaufwirtschaft). Nicht zuletzt können die Algenfasern für Verpackungen, Dämmstoff, Baumaterial (Megatrend Wohnen) oder in der Textilindustrie zum Einsatz kommen. Kein Wunder also, dass die Europäische Kommission den unscheinbaren Alleskönner aus dem Meer fördert und den Algenanbau an Europas Küsten untersucht.
Wenn Sie sich für die Trends und eine Geldanlage mit Nachhaltigkeitsstrategie interessieren, sprechen Sie gerne mit einem Berater der genossenschaftlichen Bankengruppe .
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11 Beiträge
Mr.P 18.12.2023
Danke für die detaillierten Informationen. Es ist alles einleuchtend und überzeugend. Ich werde meine Investments entspr. umschichten.
Antworten
Union-Investment 20.12.2023
Antwort zu Kommentar von Mr.P
Hallo Mr. P, schön dass wir Sie mit unserem Blog-Beitrag begeistern konnten. Wir freuen uns, wenn Sie auch weiterhin unseren Blog verfolgen. Viele Grüße aus Frankfurt, Ulrike Herr
Peter 18.12.2023
Sehr überzeugend. Haben Die einen Fonds, der alle Megatrends beinhaltet?
Antwort zu Kommentar von Peter
Hallo Peter, wir haben keinen Fonds der seine Anlagestrategie explizit anhand der sieben Megatrends ausrichtet. Allerdings haben wir verschiedene themenorientierte Produkte die es sich zur Aufgabe gemacht haben verschiedene Kapitalmarkttrends zu antizipieren. Darüber hinaus haben wir eine Vielzahl an Fonds mit nachhaltigem Themenbezug. Diese Produkte orientieren sich mit ihrer Anlagestrategie an einzelnen Megatrends oder Teilbereichen wie zum Beispiel Wasser. Ihr Anlageberater bei einer Bank der genossenschaftlichen FinanzGruppe berät Sie gern, um den richtigen Fonds für Ihr Ziel zu finden. Sprechen Sie Ihn einfach darauf an. Viele Grüße Niklas Zgraja
Maler 18.12.2023
Wie immer: sehr lesenswert. Gutes bewirken und möglicherweise auch mitverdienen. Eine Mischung, die eigentlich jeden begeistern sollte.
Antwort zu Kommentar von Maler
Guten Tag Herr Maler, vielen Dank für Ihren netten Kommentar. Es freut uns, wenn Ihnen unser Blog gefällt. Viele Grüße Daniela Hartkopf
Tobi 18.12.2023
Ich habe den Text eben quer gelesen. Schon dabei habe ich viel Infos bekommen. Gute Struktur! Heute Abend lese ich genauer. Mich würde auch interessieren, welcher Fonds alle „Lucky Seven“ Trends bedient.
Antwort zu Kommentar von Tobi
Hallo Tobi, Ihre Frage haben wir unter dem Kommentar von Peter beantwortet. Ein speziellen Fonds zu diesen sieben Trends gibt es nicht. Allerdings einige Alternativen. Sprechen Sie gern Ihren Anlageberater bei einer Bank der genossenschaftlichen FinanzGruppe darauf an. Viele Grüße Niklas Zgraja
Gabi Dörflinger 18.12.2023
Super detailliert… Danke
Mann im Wald 18.12.2023
Sehr beeindruckend- danke für den Artikel (nicht wundern, wenn es bereits einen Kommentar von mir gibt. Irgendwie hatte der Link zunächst nicht gefunkt)
Magrit 18.12.2023
Great Blog
Tim 18.12.2023
Guten Abend, ein sehr guter Überblick über die wichtigsten Trends unserer Zeit, die wir alle finanziell unterstützen können und sollten. Die Zukunft geht uns alle an. Ich schätze Ihren Blog.
**Olga H.**19.12.2023
Wieder ein sehr guter Artikel. Es tut sich was - muss es ja auch. Ich bin mit meinem Investment dabei.
Alfred 21.2.2024
Warum werden massiv erstellte Gebäude und Gebäude mit CO 2 neutalen Baumitteln, wie z.B. Holzrahmenbau, zu gleichen Finanzierungskonditionen finanziert. Wenn Beton so eine hohe Schadstoffquote hat. Warum wird Strom, der Nachts durch Windräder produziert wird nicht in ein Speichermedium auch iin einen Privathaushalt eingespeisst.
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